Personalien

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Der Würzburger Weihbischof Ulrich Boom (69) (Foto: KNA) leitet bis zur Amtsübernahme eines neuen Bischofs die Diözese Würzburg. Das Domkapitel wählte Boom am Donnerstagnachmittag zum sogenannten Diözesanadministrator, wie die Pressestelle des Bistums mitteilte. Der Weihbischof ist auch Dompropst. Zum Ständigen Vertreter des Diözesanadministrators bestellte Boom Thomas Keßler (62). Er war Generalvikar des Bistums. Dieses Amt erlosch mit der Annahme des Rücktritts von Bischof Friedhelm Hofmann am vergangenen Montag. Die Wahl des Diözesanadministrators bedarf keiner Bestätigung von Rom. Der aus dem Münsterland stammende Boom holte sein Abitur nach einer Ausbildung als Bauzeichner nach. Danach studierte er Theologie- und Kunstgeschichte in München und Würzburg. Die Priesterweihe empfing Boom 1984 in Würzburg. Papst Benedikt XVI. ernannte den Priester 2008 zum Weihbischof von Würzburg und Titularbischof von Sulletto. Bundesweit bekannt wurde Boom bereits zwei Jahre zuvor, als er als Pfarrer von Miltenberg die Glocken der dortigen Jakobuskirche läuten ließ und damit die Kundgebung einer NPD-Jugendorganisation verhinderte. Dafür erhielt er im Jahr 2006 den Aschaffenburger „Mutig-Preis“. Keßler wurde in Bad Neustadt geboren und 1984 zum Priester geweiht. Anschließend war er mehr als 30 Jahre an verschiedenen Orten in der Pfarrseelsorge tätig, seit mehr als 20 Jahren ist er auch Notfallseelsorger. Im Januar 2015 wurde er nach dem Tod von Karl Hillenbrand zum Generalvikar des Bistums ernannt. Am 25. September vollendet Weihbischof Boom das 70. Lebensjahr. Nach einem Empfang für die Mitarbeiter der Hauptabteilung Seelsorge wird Boom an seinem Geburtstag zur Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz nach Fulda reisen.

Das derzeit in Rom tagende Generalkapitel der Herz-Jesu-Missionare hat Pater Mario Absalon Alvarado Tovar (47) zum neuen Generaloberen gewählt, wie die heimischen Ordensgemeinschaften am Mittwoch mitteilten. Er löst Pater Mark McDonald ab, der insgesamt zwölf Jahre die Ordensgemeinschaft leitete. Pater Absalon wurde 1970 in La Democracia (Guatemala) geboren. 1991 legte er die Ersten, 1994 die Ewigen Gelübde ab. 1997 wurde er zum Priester geweiht. Seit 2013 war er Provinzial der Zentralamerikanischen Provinz. Die Missionare vom Heiligsten Herzen Jesu (MSC, Missionarii Sacratissimi Cordis), besser bekannt unter der Abkürzung Herz-Jesu-Missionare, sind eine Gemeinschaft aus Priestern, Brüdern, Schwestern und engagierten Laien, die sich der Mission verschrieben haben. Ihre Gründung geht auf den französischen Priester Pater Jules Chevalier im Jahr 1854 zurück. Heute umfasst die Gemeinschaft rund 1 750 Mitglieder, die in 55 Ländern auf allen fünf Kontinenten wirken. Sitz der weltweiten Gemeinschaft ist Rom. Vom römischen Generalat aus werden die Geschicke der Kongregation für die ganze Welt gesteuert. Der Generalobere wird auf sechs Jahre gewählt und kann ein Mal wiedergewählt werden. Papst Franziskus hat die Herz-Jesu-Missionare am vergangenen Wochenende bei einer Begegnung mit den Teilnehmern des Generalkapitels zu einer wandlungsfähigen Seelsorge aufgerufen. Veränderte gesellschaftliche Bedingungen erforderten und ermöglichten neue Formen der Glaubensverkündigung, so der Papst. Er ermunterte die Ordensleute zudem, stärker katholische Laien in ihre Ziele und Projekte einzubinden. Die Aufmerksamkeit müsse vor allem den „verirrten und verletzten Schafen“, dem Einsatz für Gerechtigkeit und der Solidarität mit Schwachen und Armen gelten, so Franziskus.

Robert Simon, langjähriger früherer Generalvikar des Erzbistums München und Freising, vollendet am Sonntag sein 80. Lebensjahr. Der Geistliche war im November 1990 vom damaligen Münchner Erzbischof Kardinal Friedrich Wetter zum Verwaltungschef des Bistums berufen worden. Simon übte dieses Amt bis 2009 aus. Generalvikar Peter Beer würdigte seinen Vorgänger am Donnerstag: „In den 40 Jahren seines Wirkens im Erzbischöflichen Ordinariat und seinen fast 20 Jahren als Generalvikar hat sich Robert Simon die Dankbarkeit zahlreicher priesterlicher Mitbrüder und kirchlicher Beschäftigter im Dienst der Erzdiözese erworben.“ Simon sei auch den Pfarreien ein beständiger Ansprechpartner gewesen, fügte Beer hinzu. Als Sprecher der bayerischen Generalvikare habe er der Kirche Bayerns eine vernehmbare Stimme verliehen. Als ständiger Vertreter des Erzbischofs war Simon in vielen Gremien auf diözesaner, bayerischer und deutscher Ebene präsent. Der gebürtige Münchner wurde 1962 in Freising zum Priester geweiht und 1971 mit einer Arbeit zum Glaubensvollzug in der Kirche nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil zum Doktor der Theologie promoviert.

Die Internationale Vereinigung für Moraltheologie und Sozialethik hat mit dem Südtiroler Theologen Martin Lintner einen neuen Vorsitzenden. Das hat der Professor für Moraltheologie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Brixen am Freitag gegenüber „Kathpress“ bestätigt. Die Wahl erfolgte vergangene Woche in Bamberg beim Fachkongress der Vereinigung. Das Theologen-Netzwerk zählt 150 Mitglieder aus den mitteleuropäischen Ländern. Hauptaufgabe Lintners als Vorsitzender der internationalen Moraltheologenvereinigung ist neben der Leitung und institutionellen Vertretung des Vereins die Ausrichtung des nächsten Fachkongresses. Er wird im September 2019 in Brixen stattfinden und dem Thema „Tierethik“ gewidmet sein. Mit seinem neuen Buch „Der Mensch und das liebe Vieh“ hat der Moraltheologe ein „leidenschaftliches Plädoyer“ für einen sensibleren und humaneren Umgang mit Tieren abgegeben.

Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer führt am kommenden Sonntag Johann Ammer (50) als neuen Domkapitular ein. Dazu wird es im Hohen Dom Sankt Peter ab 15 Uhr eine Pontifikalvesper geben, wie das Bistum am Mittwoch mitteilte. Ammer ist stellvertretender Leiter der Hauptabteilung Pastorale Dienste. Er stammt aus Hinzlbach und war seit 2010 Dekan des Dekanats Frontenhausen-Pilsting. Ebenfalls neu eingeführt wird Christian Kalis als Domvikar. Der 48-Jährige stammt aus Weiden in der Oberpfalz und wurde erst 2011 zum Priester geweiht. Zuvor arbeitete er 19 Jahre lang als Sozialversicherungsfachangestellter bei der Agentur für Arbeit.

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