Personalien

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Pater Karl Schauer, (Foto: Kathbild/Rupprecht) als langjähriger Superior von Mariazell eine der bekanntesten Persönlichkeiten der Kirche in Österreich, wird neuer Bischofsvikar der Diözese Eisenstadt für die Bereiche Wallfahrtswesen, Tourismusseelsorge und Berufungspastoral. „Er war Millionen von Pilgern ein guter Gastgeber, ist ein herausragender Netzwerker und Zuhörer. Seine Persönlichkeit wird die Diözese sehr bereichern“, begrüßte der Eisenstädter Bischof Ägidius Zsifkovics am Mittwoch in einer Pressemitteilung seinen neuen Bischofsvikar als „herausragenden Vermittler des Glaubens“. Der 60-jährige Benediktinerpater Schauer tritt sein neues Amt am 1. Oktober an. Karl Schauer wurde 1956 im südoststeirischen Gabersdorf geboren. Er studierte in Graz und Rom. 1976 trat Schauer in das steirische Benediktinerstift St. Lambrecht ein, legte vier Jahre später seine feierliche Profess ab und wurde am 29. Juni 1983 vom damaligen Linzer Bischof Maximilian Aichern in St. Lambrecht zum Priester geweiht. 1992 wurde Pater Karl Schauer zum Superior von Mariazell.

Der neu ernannte Aachener Bischof Helmut Dieser wird am 12. November um 9.30 Uhr in sein neues Amt eingeführt. „Ich hoffe, dass viele Menschen mit diesem Datum – einem Samstagvormittag – gut leben können“, sagte der bisherige Trierer Weihbischof am Mittwoch vor Journalisten in Aachen. In der beginnenden dunklen Jahreszeit habe man dadurch noch möglichst viel Tageslicht. Der 54-Jährige äußerte sich bei einem ersten Besuch seines künftigen Bistums nach der Ernennung durch Papst Franziskus am Freitag. Besonders „angerührt“ sei er davon, dass der anschließende Empfang im Krönungssaal des Aachener Rathauses stattfinden könne. Dieser ist seit gut fünf Jahren Weihbischof in Trier. Der promovierte Geistliche wurde am 15. Mai 1962 im rheinland-pfälzischen Neuwied geboren. Nach dem Theologiestudium in Trier und Tübingen empfing er 1989 die Priesterweihe und ging als Kaplan nach Bad Neuenahr-Ahrweiler. Später wurde er wissenschaftlicher Mitarbeiter für Dogmatik an der Theologischen Fakultät in Trier sowie Lehrbeauftragter für Predigtlehre am dortigen Priesterseminar. In der Bischofskonferenz ist Dieser Mitglied in der Glaubens- und in der Pastoralkommission. Seit zwei Jahren steht er der Ökumene-Kommission im Bistum Trier vor.

Der durch viele Medienauftritte bekannte Hamburger Weihbischof Hans-Jochen Jaschke wird an diesem Donnerstag 75 Jahre alt. Nach dem Kirchenrecht muss er dem Papst zu diesem Zeitpunkt seinen Rücktritt anbieten. Jaschke wurde am 8. Januar 1989 in Osnabrück zum Bischof geweiht und am 22. Januar 1989 in Hamburg als Weihbischof eingeführt. Die Hansestadt zählte damals zum Bistum Osnabrück. Jaschke wurde am 29. September 1941 im oberschlesischen Beuthen geboren. Nach der Vertreibung siedelte sich seine Familie 1945 im niedersächsischen Bückeburg an. Auf das Theologie- und Philosophie-Studium in Frankfurt und Münster folgte 1967 die Priesterweihe. 1974 promovierte er in München bei Joseph Ratzinger, dem späteren Papst Benedikt XVI. Bis 1983 leitete Jaschke das Niels-Stensen-Kolleg in Münster, anschließend war er Pfarrer in Quakenbrück. Heute ist Jaschke Bischofsvikar im 1995 gegründeten Erzbistum Hamburg. In der Deutschen Bischofskonferenz gehört er den Kommissionen für Pastoral, Ökumene und Weltkirche an und leitet die Unterkommission für den interreligiösen Dialog. Zudem ist er für Bundespolizei und Bundesgrenzschutz zuständig. Reich ist die Themenpalette, mit der Jaschke weit über Hamburg hinaus Bekanntheit erlangt hat. Als Islam-Experte setzt er sich dafür ein, dass Muslime ihren Glauben praktizieren, Moscheen bauen können und ihre Kinder schulischen Religionsunterricht erhalten. Immer wieder ruft der Theologe zu Wachsamkeit gegenüber jedweder Form von Juden-Feindschaft auf. Auch in der Ökumene setzte er in der nordischen Diaspora Akzente.

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16.09.2021, 13 Uhr
Stephan Baier