Personalien

Personalien

Franz Josef Kuhnle, emeritierter Weihbischof aus dem Bistum Rottenburg-Stuttgart, wird am Mittwoch 90 Jahre alt. Der in Ravensburg geborene und in Riedlingen und Stuttgart aufgewachsene Geistliche wurde 1976 zum Bischof geweiht. Nach dem Tod von Bischof Georg Moser 1988 leitete Kuhnle die Diözese ein Jahr kommissarisch, bevor er 1991 aus freien Stücken sein Amt als Weihbischof niederlegte und als Pfarrer zwei Gemeinden im Allgäu übernahm. Dieser Schritt erregte damals Aufsehen. Seine Priesterweihe erhielt Kuhnle 1952 in Ellwangen, nachdem er in Tübingen sein Studium abgeschlossen hatte. Bereits als Kriegsgefangener konnte Kuhnle unter der Regie von Abbe Stock im französischen Lager Chartres Theologie studieren. Kuhnle gilt als mitreißender Prediger und Gemeindeleiter. Er stand Pastoralkonzepten kritisch gegenüber, die in Zeiten des Priestermangels große Seelsorgeeinheiten mit einem Team aus einem leitenden Pfarrer und pastoralen Mitarbeitern vorsehen. Der Titularbischofs von Sorres, das auf Sardinien liegt, machte sich für einen Weg der Sakramentenvorbereitung in Zusammenarbeit zwischen Seelsorgern, Eltern und Kindern stark. Vor allem die Einbeziehung der Eltern in die Kommunionvorbereitung könne über die Erstkommunion hinaus Wirkung zeigen, „nicht nur bei den Kindern“. Seinen Ruf als Theologe mit tiefer Spiritualität und Nähe zum Alltag der Menschen begründete er unter anderem als Pfarrer in Stuttgart. Kuhnle lebt in Ravensburg.

Mit mehreren hundert Gläubigen hat der ehemalige Augsburger Bischof Walter Mixa (Foto: KNA) in Wemding (Kreis Donau-Ries) seinen 75. Geburtstag gefeiert. Bei einem Pontifikalamt würdigte der Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke Mixas seelsorgerliche Fähigkeiten. Mit Blick auf die Umstände von dessen Ausscheiden aus dem Bischofsamt im Jahr 2010 sprach er von einem „Weg voller Steine und Felsblöcke“. Sein Rückzug sei richtig gewesen. Mixa hat am Montag das 75. Lebensjahr vollendet. Der ehemalige Oberhirte sagte bei der Feier in der Wallfahrtsbasilika „Maria Brünnlein“, er fühle sich den Diözesen Eichstätt und Augsburg weiterhin „in brüderlicher und ehrlicher Weise verbunden“. Mixa war von 1996 bis 2005 Bischof in Eichstätt und wechselte dann nach Augsburg. 2010 trat er zurück. Seither lebt er zurückgezogen in Kaisheim-Gunzenheim (Kreis Donau-Ries) auf dem Gebiet des Bistums Eichstätt. Hanke würdigte in der voll besetzten Wallfahrtskirche die „pastorale Art“ seines Amtsvorgängers sowie dessen Fähigkeit, die christliche Botschaft den Menschen nahezubringen. Die Kirche brauche Menschenfischer, „die den Menschen in ihren Sorgen und Nöten nahe sind“. Mit Blick auf die Vorgänge im Jahr 2010 sprach Hanke von einer „schier ausweglosen Situation“ und „schweren gegenseitigen Enttäuschungen“. Mixa habe mit seinem Rücktrittsangebot „richtig gehandelt“. Mixa selbst unterstrich, er sei dankbar für alles, „was gut war“ und auch für das, „wo es Prüfungen und Leiden gab“. An der Feier nahmen aus dem Bistum Augsburg neben anderen Weihbischof Anton Losinger sowie Generalvikar Harald Heinrich teil. Mixa wurde 1941 im oberschlesischen Königshütte geboren, seine Jugend verbrachte er in Heidenheim an der Brenz. 1970 wurde er in Dillingen zum Priester geweiht. Seit 1975 arbeitete der inzwischen promovierte Theologe als Stadtpfarrer in Schrobenhausen sowie Regionaldekan. Im Bischofsamt zählte Mixa zu den markanten Vertretern der katholischen Kirche in Deutschland. 2000 bis 2010 war er zudem Militärbischof für die Bundeswehr.

Themen & Autoren

Kirche

Papst in Budapest
Budapest
Umkehr: Die wahre Reform der Kirche Premium Inhalt
In Budapest wurde die Tiefendimension der Kirche sichtbar: Mit Blick auf Christus ist sie jung, dynamisch, fröhlich, ökumenisch, missionarisch und attraktiv. Ein Kommentar.
16.09.2021, 13 Uhr
Stephan Baier