Personalien

Walter Mixa, emeritierter Augsburger Bischof, wird am 25. April 75 Jahre alt und erreicht damit das offizielle Pensionsalter für Bischöfe. Seinen Geburtstag feiert er am 23. April mit einem Dankgottesdienst in der Wallfahrtsbasilika Maria Brünnlein in Wemding (Kreis Donau-Ries), wie das Bistum Eichstätt ankündigte. Die Predigt hält der Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke. Mixa war 2005 bis 2010 Bischof von Augsburg; zuvor wirkte er seit 1996 als Hankes Vorgänger in Eichstätt. Von 2000 bis 2010 war er auch Militärbischof. Im Frühjahr 2010 bot Mixa nach Prügel- und Veruntreuungsvorwürfen seinen Rücktritt an. Papst Benedikt XVI. gab dem Ersuchen am 8. Mai 2010 statt. Walter Mixa wurde 1941 im oberschlesischen Königshütte geboren, seine Jugend verbrachte er in Heidenheim an der Brenz. Nach dem Studium der Theologie und Philosophie wurde er 1970 in Dillingen zum Priester geweiht. Seit 1975 arbeitete der promovierte Theologe als Stadtpfarrer in Schrobenhausen sowie als Regionaldekan. In seiner Zeit als Bischof in Eichstätt und Augsburg zählte Mixa zu den markanten Vertretern der katholischen Kirche in Deutschland. Seinen Ruhestand verbringt der Geistliche zurückgezogen in Kaisheim-Gunzenheim (Kreis Donau-Ries). Er arbeitet dort in der Seelsorge mit und betreut die Wallfahrt „Maria im Strahlenkranz“. Seit 2012 gehört Mixa dem päpstlichen Rat für die Krankenpastoral an. Der Dankgottesdienst zum 75. Geburtstag in Wemding ist eine private Feier. Aus dem Bistum Augsburg nimmt Weihbischof Anton Losinger, der auch Stiftungsratsvorsitzender der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) ist, an der Messe teil.

Erzbischof Christophe Pierre (70), bisher Nuntius in Mexiko, leitet künftig die Botschaft des Heiligen Stuhls in den Vereinigten Staaten. Der Vatikan teilte die Versetzung durch Papst Franziskus am Dienstag mit. In Washington wird der Franzose Pierre Nachfolger von Carlo Maria Vigano (75), der aus Altersgründen aus dem diplomatischen Dienst ausscheidet. Pierre, der aus der französischen Erzdiözese Rennes stammt, war 2007 von Papst Benedikt XVI. zum Vatikan-Botschafter in Mexiko ernannt worden. Von 1995 an vertrat er den Heiligen Stuhl in Haiti, vier Jahre später wurde er nach Uganda berufen. Kurienerzbischof Carlo Maria Vigano war im August 2011 von Benedikt XVI. zum Nuntius in den USA ernannt worden, nachdem er zuvor eine hohe Position in der Leitung des Vatikanstaats bekleidete. Seine Vorwürfe von Vetternwirtschaft und Korruption, die er dem Papst zuleitete, spielten eine tragende Rolle im Vatileaks-Skandal.

Stefan Michelberger (39), bisher Würzburger Diözesanjugendpfarrer, ist in sein neues Amt als Regens des Priesterseminars im Bistum eingeführt worden. „Die Personen wechseln, der Herr bleibt“, sagte Bischof Friedhelm Hofmann bei einem Festakt nach Angaben der Diözese vom Dienstag. Michelberger folgt auf Herbert Baumann (70), der Ende März in den Ruhestand getreten war. Das Priesterseminar sei „eine der herausforderndsten Aufgaben unserer Zeit“, sagte Hofmann. Gerade in einer Zeit, in der verstärkt über Sinn und Notwendigkeit der Seminare nachgedacht werde, sei es umso wichtiger, „dass wir die uns gestellten Aufgaben wahrnehmen und zu lösen versuchen“. Der neue Regens stammt aus Laudenbach in Baden-Württemberg. Er empfing 2005 in Würzburg die Priesterweihe. Nach seiner Kaplanszeit übernahm Michelberger die Aufgabe des Rektors für das Jugendhaus Sankt Kilian in Miltenberg. 2013 wechselte er nach Würzburg und wurde Diözesanjugendpfarrer sowie Rektor des Jugendhauses Kilianeum.

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