Personalien

Alberto Gasbarri (69), langjähriger päpstlicher Reisemarschall, geht in Pension. Wie die italienische Tageszeitung „La Stampa“ am Samstag berichtete, gibt der Italiener im Februar zugleich seinen Posten als Verwaltungsdirektor von Radio Vatikan ab. Gasbarri war seit 2005 für Organisation und Durchführung der Auslandsreisen zunächst von Benedikt XVI. und dann von Franziskus verantwortlich. Während der Reisen begleitete Gasbarri die Päpste und war stets in ihrer unmittelbaren Nähe. Breitere Bekanntheit erhielt Gasbarri durch eine Äußerung von Papst Franziskus zum Anschlag auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ im vergangenen Januar. Um Grenzen der Meinungsfreiheit zu illustrieren, sagte der Papst während einer Pressekonferenz mit Blick auf den neben ihm stehenden Reisemarschall: „Wenn Doktor Gasbarri, mein lieber Freund, meine Mama beleidigt, bekommt er eins vor den Latz.“ Der Wirtschaftswissenschaftler war der erste Laie, der den Posten des Reisemarschalls bekleidete. Nachfolger für diese Aufgabe sowie für die Leitung der Verwaltung von Radio Vatikan wird laut „La Stampa“ der Kolumbianer Mauricio Rueda Beltz, ein vatikanischer Diplomat, der zuletzt im Staatssekretariat arbeitete. Die Zeitung beruft sich auf den vatikanischen Außenminister Erzbischof Paul Richard Gallagher. Gasbarris letzte Reise wird demnach der Mexiko-Besuch von Papst Franziskus vom 12. bis zum 18. Februar sein.

Georg Härteis, Bischofsvikar im Ruhestand, wird am 12. Januar 75 Jahre alt. Der Geistliche war als Seminardirektor, Regens, Pfarrer, Dekan und Bischofsvikar in verantwortlichen Aufgaben für die Diözese Eichstätt tätig. Seit Oktober 2015 verbringt Härteis seinen Ruhestand in Weißenburg und betreut zugleich noch Priester, die das Förderprogramm für ausländische Seelsorger im Bistum absolvieren.

Der aus Neumarkt stammende Härteis wurde 1966 zum Priester geweiht. Nach ersten seelsorglichen Aufgaben übernahm er 1968 als Direktor die Leitung des Studienseminars Sankt Martin in Eichstätt. 1974 wechselte der Geistliche an das Studienseminar Sankt Willibald. 1978 wurde er Studienrat im Hochschuldienst, 1982 Oberstudienrat. 1985 folgte die Ernennung zum Domvikar und Fortbildungsleiter für Religionslehrer an Realschulen und Gymnasien. 1987 berief ihn Bischof Karl Braun als Regens an das Priesterseminar in Eichstätt. 1994 ging Härteis wieder in die Pfarrseelsorge: als Pfarrer von Herrieden, Elbersroth, Neunstetten und Rauenzell. Zum 1. Juni 2007 berief ihn Bischof Gregor Maria Hanke zu seinem Bischofsvikar. Mit der Neustrukturierung des Bischöflichen Ordinariats Eichstätt wurde Härteis 2011 auch Leiter der Hauptabteilung Personalkammer für die Pastoral im Bischöflichen Ordinariat. Zugleich übernahm er Aufgaben in der Seelsorge und betreute die Priester aus dem Ausland, die im Bistum Eichstätt tätig sind.

Themen & Autoren

Kirche