Personalien

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Der Bostoner Kardinal Sean Patrick O'Malley, (Foto: KNA) Mitglied des päpstlichen Kardinalsrates, wird am Sonntag 70 Jahre alt. Er leitet das Erzbistum Boston, das mit mehr als zwei Millionen Katholiken zu den größten der USA zählt, seit 2003. O'Malley machte sich nach dem Skandal um sexuellen Missbrauch in der US-Kirche als Aufräumer einen Namen, nachdem sein Vorgänger in Boston, Kardinal Bernard Law, hatte zurücktreten müssen. Von Papst Benedikt XVI. wurde O'Malley als Sondergesandter zur Untersuchung der Missbrauchsfälle nach Irland geschickt. Wie Papst Franziskus pflegt der Ordensmann der Kapuziner einen bescheidenen Lebensstil. Er trägt den für seinen Orden typischen Vollbart sowie Franziskus-Sandalen. Schlagzeilen machte O'Malley, als er in seiner moralisch wie finanziell angeschlagenen Diözese Boston das erzbischöfliche Palais verkaufte und in eine Wohnung umzog. Nach dem Konklave im März 2013, vor dem er als einer der Favoriten gehandelt wurde, zeigte sich O'Malley erleichtert, nicht der neue Papst zu sein; dieser sei „Gefangener in einem Museum“. Kurz darauf ernannte ihn Franziskus in den sogenannten K8-Rat, ein neues Beratergremium des Papstes für die Reform von Vatikan und Kirche. O'Malley wurde 1970 zum Priester und 1984 zum Bischof geweiht. Geboren wurde O'Malley am 29. Juni 1944 in Lakewood, einem Vorort von Cleveland (Ohio). Sein Weg in den Kapuzinerorden begann sehr früh: Schon als Zwölfjähriger besuchte er ein von Kapuzinern geführtes Internat. Mit 21 Jahren trat er in den Orden ein. O'Malley promovierte in spanischer und portugiesischer Literatur. Nach einer akademischen Karriere setzte ihn sein Orden für die Seelsorge unter den Latinos in Washington ein, bis er Mitte der 80er Jahre von Papst Johannes Paul II. zum Bischof ernannt wurde.

Ulrich Peters (54), seit 2001 Vorstand der Schwabenverlag AG und der Verlagsgruppe Patmos in Ostfildern, ist neuer Vorsitzender des Katholischen Medienverbandes (KM.). Die Mitgliederversammlung wählte ihn am Donnerstag in Aachen zum Nachfolger von Rolf Pitsch (56). Der Geschäftsführer der Bonifatius GmbH in Paderborn hatte den Verband seit 2008 geleitet und die Abgabe des Amtes mit zusätzlichen Aufgaben in seinem Unternehmen begründet. Peters studierte Theologie in Münster, Luzern und Bonn.

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