Personalien

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Der frühere Präfekt der vatikanischen Ostkirchenkongregation und indische Kardinal Simon Lourdusamy ist am Sonntag im Alter von 90 Jahren in Rom gestorben. Das meldete Radio Vatikan (Montag). 1924 im südindischen Kalleri geboren, wurde Lourdusamy 1951 zum Priester und 1962 zum Bischof geweiht. Nach Tätigkeiten in seiner Heimat arbeitete er ab 1971 in der vatikanischen Missionskongregation, deren Sekretär er zwei Jahre später wurde. Zudem wirkte er als Präsident der Päpstlichen Missionswerke und als Vize-Großkanzler der päpstlichen Universität Gregoriana. 1985 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Präfekten der Ostkirchenkongregation und erhob ihn zum Kardinal. Aus Gesundheitsgründen legte Lourdusamy die Leitung der Vatikanbehörde 1991 nieder. Die letzten Jahre lebte er zurückgezogen in seiner Wohnung nahe dem Petersdom. Papst Franziskus würdigte den Verstorbenen als treuen Diener der Kirche. Dankbar erinnere er an seine Verdienste als Seelsorger und als Diener der universalen Kirche in vielen Funktionen, so der Papst in einem Telegramm an den Erzbischof von Pondicherry und Cuddalore, der Heimatdiözese Lourdusamys. Die Trauermesse zelebriert am Donnerstagmorgen Kardinaldekan Angelo Sodano im Petersdom. Daran will auch Papst Franziskus teilnehmen. Mit Lourdusamys Tod hat das Kardinalskollegium noch 214 Mitglieder. Davon sind 118 unter 80 Jahre alt und wären damit bei einer Papstwahl stimmberechtigt.

Der Augsburger Bischof Konrad Zdarsa (Foto: KNA) wird am Samstag 70 Jahre alt. Aus diesem Anlass findet am selben Tag um 17 Uhr eine Vesper in der Basilika Sankt Ulrich und Afra statt. In die Feierlichkeiten miteinbezogen ist auch sein Vorvorgänger im Amt, Viktor Josef Dammertz. Der Benediktiner vollendet am Sonntag sein 85. Lebensjahr. Papst Benedikt XVI. hatte Zdarsa 2010 zum Nachfolger des vorzeitig zurückgetretenen Bischofs Walter Mixa ernannt. 2012 ließ der Bischof ein diözesanes „Institut für Neuevangelisierung und Gemeindepastoral“ errichten, auch bei der Gründung des nach dem katholischen Jugendkatechismus benannten „Youcat“-Zentrums in der Fuggerstadt war das Bistum behilflich. Zdarsa wurde als siebtes Kind seiner Eltern 1944 im sächsischen Hainichen geboren und 1974 in Dresden zum Priester geweiht. Durch seinen österreichischen Vater besitzt er die doppelte Staatsbürgerschaft. Sie ermöglichte ihm noch zu DDR-Zeiten 1977 das Weiterstudium in Rom, wo er an der päpstlichen Universität Gregoriana in Kirchenrecht promoviert wurde. Von 2004 bis 2007 war Zdarsa Generalvikar des Bistums Dresden-Meißen. Danach leitete er als Bischof von Görlitz drei Jahre das 1994 errichtete Bistum.

Heinrich Mussinghoff (73), Bischof von Aachen, ist von Papst Franziskus für weitere fünf Jahre in die römische Kleruskongregation berufen worden. Dem Gremium, das sich um die Belange und die pastorale Bildung von Priestern kümmert, gehört Mussinghoff bereits seit März 1999 an, wie das Bistum Aachen am Mittwoch mitteilte. Präfekt der Kongregation ist seit September 2013 Kardinal Beniamino Stella (72).

Hermann-Josef Kugler (47), Prämonstratenserabt der Klöster Windberg und Roggenburg, ist für weitere vier Jahre zum Vorsitzenden der Deutschen Ordensobernkonferenz (DOK) gewählt worden. Die Mitgliederversammlung der DOK bestätigte zugleich die stellvertretende Vorsitzende, Schwester M. Regina Pröls (51), im Amt, wie die DOK am Mittwoch in Bonn mitteilte. Sie ist Generaloberin der Franziskusschwestern in Vierzehnheiligen. Zur neuen Generalsekretärin der Deutschen Ordensobernkonferenz wählten die Mitglieder Schwester Agnesita Dobler (53) aus der Gemeinschaft der Franziskanerinnen von Reute. Die diplomierte Betriebswirtin war viele Jahre lang in der Leitung von sozial-caritativen Einrichtungen ihrer Gemeinschaft tätig. Daneben war sie von 1996 bis 2001 Mitglied der Generalleitung ihrer Ordensgemeinschaft. Seit 2008 arbeitete sie als Referentin der Diözese Rottenburg-Stuttgart für Flughafen und Messe. Schwester Agnesita übernimmt die Aufgabe am 1. August von Schwester M. Walburga Scheibel, die nach sechs Jahren im Amt nicht erneut kandidierte. Außerdem ging es um die Planungen für das von Papst Franziskus für 2015 angekündigte Jahr der Orden. Die Orden wollen mit mehreren Aktionen auf die Vielfalt des Ordenslebens in Deutschland aufmerksam machen. So soll es vom 14. bis 17. Mai 2015 ein großes Ordenstreffen in Berlin geben. Ein Kalender im Internet wird ab Herbst über die verschiedenen Veranstaltungen der Ordensgemeinschaften informieren.

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