Personalien

Foto: KNA | Reinhard Schweppe.
Foto: KNA | Reinhard Schweppe.

Reinhard Schweppe, (Foto: KNA) deutscher Botschafter beim Vatikan, wird am Mittwoch 65 Jahre alt. Der gebürtige Westfale und promovierte Jurist ist seit fast 40 Jahren im diplomatischen Dienst der Bundesregierung tätig. Vor seinem Engagement als Botschafter beim Heiligen Stuhl war er zuletzt Botschafter in Polen und Ständiger Vertreter Deutschlands bei den Vereinten Nationen in Genf und den dort ansässigen internationalen Organisationen. Wie seine drei unmittelbaren Vorgänger ist Schweppe protestantisch. In Schweppes Amtszeit fielen unter anderem der Rücktritt des deutschen Papstes Benedikt XVI. im Februar 2013 sowie die Wahl des Argentiniers Jorge Mario Bergoglio/Papst Franziskus. Bei einem Botschaftsempfang Mitte Februar sprach Schweppe von einem kirchenpolitisch bedeutenden Abschnitt der Kirchengeschichte, den er derzeit miterlebe. Schweppe geht im Sommer in den Ruhestand. Als seine Nachfolgerin wird in Berlin seit Anfang Februar die frühere CDU-Bundesbildungsministerin Annette Schavan (58) gehandelt. Formell ist die Personalie noch nicht entschieden. Voraussichtlich im April steht sie auf der Tagesordnung des Bundeskabinetts.

Manfred Grothe, Apostolischer Administrator für das Bistum Limburg und Paderborner Weihbischof, wird am Freitag 75 Jahre alt. Papst Franziskus hatte Mitte vergangener Woche mit Annahme des Amtsverzichts von Franz-Peter Tebartz-van Elst (54) als Bischof von Limburg Grothe zum Apostolischen Administrator ernannt. In dieser Funktion kommen Grothe, der nach wie vor seine Aufgaben als Paderborner Weihbischof wahrnimmt, alle Rechte und Pflichten eines Diözesanbischofs zu. Er leitet das Bistum Limburg bis zur Neubesetzung des dortigen Bischofsstuhls. In den vergangenen Monaten hatte Grothe die kirchliche Kommission zur Prüfung des Finanzgebarens von Tebartz-van Elst im Zusammenhang mit der Errichtung des Bischofshauses auf dem Limburger Domberg geleitet. Grothe, im ostwestfälischen Warburg geboren, wurde 1967 zum Priester geweiht. Im Jahr 2004 erhielt er die Bischofsweihe. Seither ist er Paderborner Weihbischof. Er gehört der Kommission für karitative Fragen und der für gesellschaftliche und soziale Fragen der Deutschen Bischofskonferenz an. Grothe ist Vorsitzender der Finanzkommission des Verbands der Diözesen Deutschlands (VDD) und Aufsichtsratsvorsitzender der Bank für Kirche und Caritas. Vom Dezember 2009 bis Februar 2013 war er im Auftrag der römischen Kleruskongregation Visitator für das Päpstliche Hilfswerk „Kirche in Not“. Grothe ist Bischofsvikar für die Caritas im Erzbistum Paderborn und Vorsitzender des Diözesan-Caritasverbandes. Seit 2013 ist er auch Dompropst in Paderborn. Nach eigenem Bekunden will Grothe künftig regelmäßig in Limburg sein. Zu seinem Ständigen Vertreter dort ernannte er den bisherigen Generalvikar Wolfgang Rösch (54).

Gabriela Pokall (41) ist neue Caritasdirektorin für das Bistum Görlitz. Sie trat das Amt an der Spitze des kleinsten deutschen Diözesancaritasverbands am Dienstag in Cottbus an. Pokall folgt Matthias Schmidt nach, der die Leitung übergangsweise zwei Jahre innehatte. Pokall stammt aus Niedersachsen und war zuletzt bei der Industrie- und Handelskammer in Nordrhein-Westfalen tätig. Ihre beruflichen Schwerpunkte hatte sie im Berufsbildungsrecht und der Beratung von Migranten bei der Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse. Nach Angaben der Caritas will sie sich weiter für Flüchtlinge engagieren. Als besondere Herausforderungen des Wohlfahrtsverbandes nannte sie die wachsende Vereinsamung älterer Menschen auf dem Lande und die Lage der Langzeitarbeitslosen. Der Görlitzer Bischof Wolfgang Ipolt hatte die Juristin Ende vergangenen Jahres in das Amt berufen.

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