Personalien

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Wilhelm Zimmermann (65), Propst in Gelsenkirchen, ist von Papst Franziskus zum neuen Weihbischof im Bistum Essen ernannt worden. Das wurde am Freitag in Rom und Essen bekannt gegeben. Der bisherige Pfarrer der mit über 38 000 Mitgliedern größten Pfarrei des Ruhrbistums tritt die Nachfolge von Franz Vorrath (76) an. Mit Zimmermann (Bild: KNA) hat das Ruhrbistum wieder zwei Weihbischöfe. Neben ihm ist seit 2009 Weihbischof Ludger Schepers tätig. Die Bischofsweihe findet am 29. Juni statt. Zimmermann wurde am 16. Juni 1948 in Gelsenkirchen geboren. Nach einer Lehre als Einzelhandelskaufmann arbeitete er bis 1972 als kaufmännischer Angestellter. 1973 machte er sein Abitur und absolvierte danach ein Theologiestudium. 1980 weihte ihn der damalige Bischof und spätere Kardinal Hengsbach zum Priester. Nach Kaplansjahren in Hattingen übernahm Zimmermann 1984 die Ämter des Diözesanjugendseelsorgers und des BDKJ-Diözesanpräses. Zugleich war er als Seelsorger in Essen-Steele tätig. 1985 wurde er Domvikar, 1989 machte ihn Hengsbach zum Bischöflichen Kaplan und Geheimsekretär. Nach dem Tod Hengsbachs wurde er von Bischof Luthe zum Ehrendomherrn und Pfarrer in Essen ernannt. Später kehrte er als Pfarrer nach Gelsenkirchen zurück. Seit 2008 ist Zimmermann Domkapitular.

Wolfgang Ipolt, Bischof von Görlitz, wird am Montag 60 Jahre alt. Er steht seit 2011 an der Spitze von Deutschlands östlichstem Bistum. Mit rund 28 000 Katholiken in Brandenburg und Sachsen hat es unter den 27 deutschen Diözesen die wenigsten Mitglieder. Der Görlitzer Bischof spielt jedoch eine wichtige Rolle in den Kontakten zur Kirche in Polen. Ipolt wurde 1954 in Gotha geboren. 1979 wurde er zum Priester geweiht. Anschließend war er Kaplan in Worbis, Berlin und Erfurt. 1989 wurde Ipolt als Subregens in die Leitung des Erfurter Priesterseminars berufen. 2001 ernannte der Erfurter Bischof Joachim Wanke ihn zum nicht-residierenden Mitglied des Domkapitels. Ab 2004 stand Ipolt als Regens an der Spitze des Erfurter Priesterseminars.

Leo Nowak, früherer Bischof des Bistums Magdeburg, wird am Montag 85 Jahre alt. Er stand von 1990 bis 2004 an der Spitze des Magdeburger Kirchengebietes, das 1994 zum Bistum erhoben wurde. Der gebürtige Magdeburger Nowak wurde nach Studien in Paderborn und Erfurt 1956 zum Priester geweiht. 1990 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. als Nachfolger des aus gesundheitlichen Gründen zurückgetretenen Johannes Braun zum Apostolischen Administrator in Magdeburg. Dieser weihte ihn im selben Jahr zum Bischof.

Kardinal Jose da Cruz Policarpo, früherer Patriarch von Lissabon, ist im Alter von 78 Jahren gestorben. Portugiesischen Medienberichten zufolge starb er am Mittwoch an Herzversagen. Er leitete die portugiesische Hauptstadtdiözese von 1997 bis Mai 2013. Seit 2001 gehörte Policarpo dem Kardinalskollegium an. Von 1999 bis 2005 und 2011 bis 2013 war er Vorsitzender der Portugiesischen Bischofskonferenz. Portugals Hauptstadtbistum ist – neben Venedig – die einzige Diözese in der Kirche des Westens, dessen Bischof den Titel „Patriarch“ trägt.

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