Personalien

Hans-Josef becker, Erzbischof von Paderborner, vollendet am Samstag sein 65. Lebensjahr. Seit 2003 leitet er das Erzbistum, das mit rund 1,7 Millionen Katholiken zu den größten deutschen Diözesen zählt. Becker ist zugleich Vorsitzender der Schulkommission der Deutschen Bischofskonferenz. Der Erzbischof wird an seinem Geburtstag in Köln beim nationalen Eucharistischen Kongress sein, hieß es aus dem Erzbistum. Becker wurde am 8.Juni 1948 im sauerländischen Belecke bei Warstein geboren und studierte Philosophie und Theologie in Paderborn und München. 1977 erhielt er die Priesterweihe. Anschließend arbeitete er als Seelsorger in Minden, Paderborn und Lippstadt. Ab 1995 leitete er die Personalabteilung im Paderborner Generalvikariat. Fünf Jahre später wurde er von Papst Johannes Paul II. zum Titularbischof von Vina und Weihbischof in Paderborn ernannt. Nach dem Tod von Kardinal Johannes Joachim Degenhardt 2002 übernahm er die Leitung der Erzdiözese Paderborn zunächst als Diözesanadministrator, bevor ihn der Papst 2003 zum neuen Erzbischof ernannte.

kardinal Stanislaw Nagy, polnischer Fundamentaltheologe und enger Freund von Papst Johannes Paul II. (1978-2005), ist tot. Er starb am Mittwoch in Krakau im Alter von 91 Jahren, wie das Erzbistum mitteilte. Wegen seiner theologischen Verdienste wurde der langjährige Professor der Katholischen Universität Lublin (KUL) 2003 im Alter von 82 Jahren zum Kardinal ernannt. Der Krakauer Kardinal Stanislaw Dziwisz würdigte Nagy als „hervorragenden Theologen, Mensch mit großem Herzen und Freund des seligen Johannes Paul II.“ Nagy und Karol Wojtyla, der spätere Papst, arbeiteten gemeinsam an der KUL, der größten und bedeutendsten katholischen Hochschule Polens. Der Kardinal schrieb mehrere Bücher über Johannes Paul II. (1978-2005). Nagy wurde als Sohn einer Polin und eines Ungarn am 30. September 1921 in Schlesien nahe Katowice (Kattowitz) geboren. Er trat bereits mit 16 Jahren in den Orden der Herz-Jesu-Priester ein. 1945 wurde er zum Priester geweiht. Ab 1952 leitete Nagy das Priesterseminar im südpolnischen Tarnow. 1979 wurde er Professor für Fundamentaltheologie und Ökumene an der KUL. Der angesehene Theologe nahm 1985 und 1991 in Rom an Bischofssynoden teil. Von 1986 bis 1996 gehörte er der päpstlichen Internationalen Theologenkommission an. Zudem vertrat er den Vatikan für mehrere Jahre in der katholisch-lutherischen Dialogkommission. Das Kardinalskollegium hat nach dem Tod Nagys noch 204 Mitglieder. Davon wären derzeit 112 papstwahlberechtigt.

Norbert Brunner (70), langjähriger Bischof von Sitten, tritt vorzeitig zurück. Papst Franziskus habe den Amtsverzicht von Brunner angenommen, teilte das Bistum Sitten am Mittwoch mit. Bis zur Amtsübernahme durch seinen Nachfolger bleibt Brunner Bischof von Sitten. Er leitete das Walliser Bistum über 18 Jahre. Brunners Kräfte reichten nicht mehr aus, um die großen Aufgaben, die heute und in naher Zukunft an das Bischofsamt gestellt würden, wirklich zu erfüllen, heißt es zur Begründung des Rücktritts. Brunner sei überzeugt, dass der Aufbruch und die dringende geistige Erneuerung, die gerade in den Jubiläumsjahren des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) ihren Anfang nehmen sollten, einer neuen Kraft in der Leitung des Bistums anvertraut werden müssten. Im Gespräch mit der Schweizer Presseagentur Kipa versicherte Brunner, er sei nicht krank. Gemäß dem Kirchenrecht bieten Bischöfe dem Papst in der Regel erst mit Vollendung des 75. Lebensjahres ihren Rücktritt an.

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