Personalien

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Papst Franziskus hat am Montag den Rücktritt des Erzbischofs von Santa Cruz de la Sierra in Bolivien, Kardinal Julio Terrazas Sandoval, angenommen und den bisherigen Koadjutor Sergio Alfredo Gualberti Calandrina als neuen Erzbischof bestätigt. Terrazas war im März 77 Jahre alt geworden. Seit 1991 leitete er die ostbolivianische Erzdiözese, von 1997 bis 2012 auch als Vorsitzender der nationalen Bischofskonferenz. Mit der linksgerichteten Regierung von Staatspräsident Evo Morales rang er jahrelang um die Stellung der Kirche und um Wertefragen.

Franz Kaspar (Foto: IN) bleibt über seinen 75. Geburtstag hinaus Generalvikar des Bistums Limburg. Dies teilte Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst am Montag in einem Schreiben an die Priester und Diakone, die Mitarbeiter in der Seelsorger und an alle Mitglieder der Synodalen Gremien im Bistum mit. Kaspar hatte in der vergangenen Woche das 75. Lebensjahr vollendet und dem Bischof gemäß dem Kirchenrecht seinen Verzicht auf das Amt des Generalvikars angeboten. „Als Diözesanbischof habe ich ihn gebeten, seine Aufgabe als mein Generalvikar bis auf Weiteres auszuüben. Generalvikar Dr. Kaspar bleibt daher im Amt mit allen Rechten und Pflichten, bis zu gegebener Zeit ein Nachfolger von mir ernannt wird“, so Tebartz-van Elst. Ein Generalvikar ist der Vertreter des Diözesanbischofs im Bereich der allgemeinen Verwaltung.

Kurt Schulte (48), bisher Dompfarrer, wird neuer Dompropst am St. Paulus-Dom in Münster. Bischof Felix Genn und die nordrhein-westfälische Landesregierung bestätigten die Wahl des Domkapitels, wie das Bistum am Mittwoch in Münster mitteilte. Schulte folgt Josef Alfers (73) nach, der an Christi Himmelfahrt in den Ruhestand getreten war. Als Dompropst ist Schulte Hausherr im Dom. Er steht an der Spitze des aus 16 Priestern bestehenden Domkapitels, das Münsters Bischof Felix Genn beratend unterstützt und für die Gottesdienste im Dom zuständig ist. Schulte war Dechant im Dekanat Damme und 2007 Pfarrer in Vechta. Nachdem er 2001 zum Stellvertretenden Leiter des Kirchlichen Gerichts ernannt worden war, hat er seit 2010 dessen Leitung inne

Schwester Lydia Stritzl OSB von der Abtei Eibingen ist von den Delegierten der Arbeitsgemeinschaft Benediktineroblaten im deutschsprachigen Raum einstimmig zur neuen Vorsitzenden gewählt worden. Sie folgt Pater Michael Vollmerich OSB (Ettal) nach, der auf eine Neukandidatur verzichtete.

Ostdeutschlands größtes Benediktinerinnenkloster steht unter neuer Leitung. Die 26 Ordensfrauen der Abtei Sankt Gertrud in Alexanderdorf (Brandenburg) wählten Schwester Bernadette Pruß (48) zu ihrer neuen Äbtissin, wie das Kloster am Montag bekannt gab. Sie wird Nachfolgerin von Ursula Schwalke (73), die nach 13-jähriger Amtszeit altersbedingt zurückgetreten war. Die Wahl stand unter Leitung des Berliner Kardinals Rainer Maria Woelki. Er erteilt der Ordensfrau am 24. August die Äbtissinnenweihe. Die künftige Äbtissin wurde in Berlin geboren. Nach einer Ausbildung zur Augenoptikerin und einigen Jahren Berufspraxis trat sie 1989 in das Kloster Alexanderdorf ein. Von 1995 bis 2000 absolvierte sie in Erfurt eine Theologiestudium, das sie mit dem Diplom abschloss. Anschließend war sie Novizenmeisterin und seit 2010 Priorin. Außerdem arbeitete sie in der Küche und in der Bibliothek. Das Kloster Alexanderdorf liegt rund 50 Kilometer südlich von Berlin und befindet sich in einem früheren Gutshof. Es wurde 1934 von einer Gruppe Berliner Krankenschwestern gegründet, die seit 1919 schrittweise nach der benediktischen Ordensregel lebten. 1984 wurde das damalige Priorat Sankt Gertrud zur Abtei erhoben. Zum Konvent gehören derzeit 26 Schwestern und zwei Novizinnen. Sie führen ein Gästehaus mit Kursprogramm, eine Hostienbäckerei und eine Werkstatt zur Herstellung von Messgewändern.

Pater Johannes Schaber (45), zuletzt leitender Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Ottobeuren, ist neuer und damit 66. Abt der Benediktinerabtei Ottobeuren im Allgäu. Die Mitbrüder wählten ihn für zwölf Jahre zum Nachfolger von Abt Paulus Maria Weigele (70), wie der Orden am Dienstag mitteilte. Weigele hatte aufgrund seines Alters satzungsgemäß seinen Rücktritt eingereicht. Er leitete das Kloster seit 2002. Die Weihe des neuen Abtes findet am 27. Juli durch den Augsburger Bischof Konrad Zdarsa statt. Der 1967 in Heilbronn am Neckar geborene Schaber trat nach dem Abitur 1987 in seiner Heimatstadt in die Benediktinerabtei Ottobeuren ein. Ein Jahr später begann er mit dem Studium der Philosophie bei den Jesuiten in München sowie der Theologie an der Ludwig-Maximilans-Universität. Seine Lizentiatsarbeit machte der Ordensmann 1994 bei dem damaligen Münchner Dogmatikprofessor Gerhard Ludwig Müller. Ein Jahr später folgte die Priesterweihe. Seit 1997 ist Schaber Mitglied der „Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste“, zudem gehört er der Philosophischen Sektion der Bayerischen Benediktinerakademie an. Schaber dürfte der erste bayerische Benediktinerabt mit eigener Homepage sein: www.johannes-schaber.de

Schwester Jakobe Schmid (57), bisher Generalvikarin der Armen Franziskanerinnen von der Heiligen Familie zu Mallersdorf, ist neue Generaloberin des Ordens. Die Delegierten wählten sie beim jüngsten Generalkapitel zur Nachfolgerin von Schwester Hiltrud Baumer (74), die aus gesundheitlichen Gründen nach sechs Jahren nicht mehr kandidierte. Das teilte die Bischöfliche Pressestelle des Bistums Regensburg am Mittwoch mit. Die Amtszeit der neuen Generaloberin beträgt sechs Jahre. Die 1955 in Gmünd im Landkreis Neustadt/Waldnaab geborene Schmid trat 1975 in die Ordensgemeinschaft ein und legte 1984 die ewige Profess ab. Nach ihrer Ausbildung zur Krankenschwester war sie in Roding tätig, später in Berchtesgaden.

Die Generaloberin der Nazarethschwestern, Maria Theresia Köst, ist tot. Sie starb nach schwerer Krankheit im Alter von 50 Jahren, wie das Bistum Dresden-Meißen am Mittwoch bekannt gab. In den vergangenen sechs Jahren leitete sie die Kongregation der Nazarethschwestern, der einzigen im Bistum Dresden-Meißen gegründete Ordensgemeinschaft. Während ihrer Ausbildung zur Krankenschwester trat Köst 1982 den Nazarethschwestern bei. In deren Altenheim arbeitete sie zunächst als Krankenschwester, von 1998 bis 2008 als Pflegedienstleiterin. 2007 wählten ihre Mitschwestern sie zur Generaloberin der Kongregation. Krankheitsbedingt trat sie im April von dem Amt zurück. Die Gemeinschaft der Nazarethschwestern vom heiligen Franziskus wurde von Clara Schumacher (1887–1945) gegründet und 1928 kirchenrechtlich anerkannt. Die Schwestern sind vor allem in der Altenpflege und in der Krankenhausseelsorge tätig.

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18.09.2021, 19 Uhr
Thomas Schumann