Personalien

Foto: KNA | Bischof Paul-Werner Scheele.
Foto: KNA | Bischof Paul-Werner Scheele.

Der emeritierte Würzburger Bischof Paul-Werner Scheele (Foto: KNA) vollendet am 6. April sein 85. Lebensjahr. Vier Tage später wird ihm der Würzburger Oberbürgermeister Georg Rosenthal den Ehrenring der Stadt verleihen. Scheele war von 1979 bis 2003 Bischof von Würzburg. Bis zu seinem altersbedingten Amtsverzicht leitete er 27 Jahre lang auch die Ökumene-Kommission der Deutschen Bischofskonferenz. Als Ökumene-Experte ist er bis heute international gefragt, etwa im Dialog mit den altorientalischen Kirchen. Auch tritt er weiterhin als Buchautor in Erscheinung. Einen Dankgottesdienst feiert der emeritierte Bischof am 13. April gemeinsam mit Alt-Weihbischof Helmut Bauer, der auf 80 Lebensjahre zurückblickt. Scheele stammt aus Olpe in Westfalen und wurde 1952 in Paderborn zum Priester geweiht. 1964 promovierte er an der Theologischen Fakultät der Universität Würzburg und war dann als Journalist für eine kirchliche Zeitschrift Berichterstatter vom Zweiten Vatikanischen Konzil (1962 bis 1965). Es folgten Jahre als Professor in Fulda und Marburg, in Bochum und Würzburg, schließlich von 1971 bis 1979 in Paderborn. Dort leitete er das Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik, seit 1975 als Weihbischof. Für sein Wirken erhielt Scheele viele kirchliche und staatliche Auszeichnungen. Im ökumenischen Dialog wird Scheele weithin geschätzt. Er gilt als Mann des Ausgleichs, der geduldig für kleine Fortschritte arbeitet. Grundlage ist für ihn der Respekt vor den Positionen des Gegenübers. Mit Blick auf die Einheit der Kirche spricht er von einer „Weitervereinigung“, die im Grunde Aufgabe jedes Christen sei. Im Bistum Würzburg setzte Scheele viele Akzente, unter anderem für Familien, Arbeitslose und Mütter in Not. Mit dem Würzburger „Museum am Dom“ eröffnete der passionierte Klavierspieler und Kunstliebhaber 2003 eine umfangreiche kirchliche Sammlung zeitgenössischer Kunst.

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