Personalien

Salvatore Joseph Cordileone (56), bislang Leiter des kalifornischen Bistums Oakland, ist neuer Erzbischof von San Francisco. Der Vatikan teilte seine Ernennung durch Papst Benedikt XVI. am Freitag mit. Der aus San Diego stammende Cordileone tritt die Nachfolge von George Hugh Niederauer (76) an, dessen Rücktrittsgesuch aus Altersgründen vom Papst zugleich angenommen wurde. Cordileone leitete seit März 2009 das in der Bucht von San Francisco gelegene Bistum Oakland. Zuvor wirkte er knapp sieben Jahre als Weihbischof der Diözese San Diego. Von 1995 bis 2002 war der US-Amerikaner in Rom am obersten Gerichtshof der katholischen Kirche tätig, der Apostolischen Signatur. Begonnen hatte er seine geistliche Laufbahn als Seelsorger in verschiedenen kalifornischen Gemeinden. Sein Studium absolvierte Cordileone in San Diego und an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom, wo er 1989 einen Doktortitel im Kirchenrecht erwarb. Das 1853 errichtete Erzbistum San Francisco zählt heute gut 450 000 Katholiken. Viele von ihnen sind Hispano-Amerikaner.

Der Freiburger Weihbischof Paul Wehrle (72) geht in den Ruhestand. Papst Benedikt XVI. nahm am Montag Wehrles Wunsch nach einem Amtsverzicht an, wie der Vatikan und das Erzbistum Freiburg zeitgleich bekanntgaben. Wehrle begründete seinen Rückzug mit gesundheitlichen Problemen und einer im Alter nachlassenden Belastbarkeit. Der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch zeigte Verständnis für Wehrles Entscheidung und würdigte dessen jahrzehntelange Arbeit. Der Weihbischof habe in seinem 31-jährigen Wirken Herausragendes geleistet und „viel Kraft, Aufmerksamkeit und Klugheit“ für den Dienst in der Kirche investiert. Wehrle, der 1981 zum Bischof geweiht wurde, geht damit als einer der dienstältesten deutschen Bischöfe in den Ruhestand. Er will künftig als Seelsorger in Radolfzell sowie im Rahmen seiner Möglichkeiten auch in bischöflichen Diensten tätig sein. Wehrle soll am 16. September in Freiburg offiziell verabschiedet werden. Mit der Entpflichtung Wehrles beginnt nach Bistumsangaben zugleich die Suche nach einem Nachfolger. Die Erzdiözese wolle „mit Blick auf ihre Größe und die vielen Aufgabengebiete“ auch künftig über drei Weihbischöfe verfügen, hieß es. Zollitsch werde dazu die entsprechenden Schritte einleiten. Als Weihbischof gehörte Wehrle seit seiner Weihe im Jahr 1981 zum obersten Führungsteam des zweitgrößten deutschen Bistums. Für die deutsche Bischofskonferenz war er in verschiedenen Funktionen tätig, etwa im Dialog zwischen Kirche, Kunst und Wissenschaft. Wehrle ist zudem Beauftragter der Bischofskonferenz für die katholischen Stipendienwerke Cusanuswerk und Katholischer Akademischer Ausländer-Dienst (KAAD). Auch leitete er die Arbeitsgruppe „Grundfragen der Gemeindepastoral“.

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