Personalien

Charles Joseph Chaput (66), (Foto: KNA) seit 14 Jahren Erzbischof von Denver, ist als neuer Erzbischof von Philadelphia ins Amt eingeführt worden. Regen verhinderte eine geplante Prozession außerhalb der Kathedrale, wie die Nachrichtenagentur CNS berichtet. Zahlreiche Menschen mussten wegen Überflutungen weite Umweg in Kauf nehmen, um zu der Zeremonie zu gelangen. In seiner Predigt verwies Chaput auf die „sehr ernsten Herausforderungen“, denen die Kirche in Philadelphia derzeit ausgesetzt sei. Es gebe „keine schnellen Lösungen“ dafür, und „niemand der hier Anwesenden, außer Gott selbst“, sei „ein Wundertäter“. Was die Kirche aber in den kommenden Jahren tun werde, um diesen Herausforderungen zu begegnen, werde erweisen, „wer wir wirklich sind“, so der neue Oberhirte. Er kündigte an: „Kein Bischof wird sich stärker anstrengen, Menschen zu helfen, die durch Verfehlungen in der Vergangenheit verletzt worden sind.“ Das Erzbistum Philadelphia war durch den Skandal um sexuellen Missbrauch schwer erschüttert worden. Im März dieses Jahres suspendierte Chaputs Vorgänger Kardinal Justin Rigali zunächst 21 Priester wegen des Vorwurfs sexuellen Missbrauchs; weitere Entpflichtungen folgten. Rigali reagierte damit auf einen Bericht einer gerichtlichen Anklagejury. Der am 26. September 1944 in Concordia im US-Bundesstaat Kansas geborene Chaput zählt zum Stamm der Potawatomi-Prärie-Indianer. Da mit der Leitung der Erzdiözese Philadelphia traditionell der Kardinalsrang verbunden ist, wird Chaput voraussichtlich als erster nordamerikanischer Ureinwohner in das Kardinalskollegium berufen.

Reinhard Marx (57), Kardinal und Erzbischof von München und Freising, wird Ehrendomherr am Trierer Dom. Dazu wird ihn der Trierer Bischof Stephan Ackermann am 3. Oktober im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes ernennen.

Barthelemy Adoukonou (69), aus dem westafrikanischen Benin stammender Sekretär des päpstlichen Kulturrates, ist von Papst Benedikt XVI. in den Bischofsrang erhoben worden. Wie der Vatikan am Samstag mitteilte, verlieh der Papst dem Priester das Titularbistum Zama minor. Adoukonou ist seit Dezember 2009 Sekretär der Kurienbehörde, mithin zweiter Mann nach deren Präsidenten, Kardinal Gianfranco Ravasi. Der afrikanische Theologe hat unter anderem in Regensburg studiert.

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