Patres suchen Bleibe für Cox

Vallendar (DT/pd) Der ehemalige chilenische Bischof Francisco José Cox, der seit 2002 in Vallendar-Schönstatt lebt, soll nach Chile gebracht werden. Das teilte die Pressestelle der Schönstattbewegung in Vallendar am Dienstag mit. Papst Franziskus hatte ihn aus dem Klerikerstand entlassen, nachdem die Schönstatt-Patres Anfang August bei der Staatsanwaltschaft Koblenz Strafanzeige gegen Cox wegen eines mutmaßlichen Missbrauchsfalls 2004 erstattet hatten. Die Behörde hatte die Aufnahme von Ermittlungen abgelehnt, da das mutmaßliche Opfer zum Zeitpunkt des Vorfalls 17 gewesen sei. Die Strafbarkeitsgrenze lag damals bei 16 Jahren.

Nach Angaben des Sprechers der Schönstatt-Patres in Chile, Pater Patricio Moore, werde Cox im Januar oder Februar nach Chile gebracht, um sich der Justiz zur Verfügung zu stellen. Cox leide an Diabetes, Prostatakrebs, Gehbehinderungen, Altersdemenz, Harninkontinenz, Depressions- und Luxationsstörungen und Atemproblemen, könne die Reise aber mit entsprechenden Medikamenten bewältigen.

Der ehemalige Bischof solle nicht in einem Haus der Gemeinschaft wohnen. Nachdem die Altenheime für Ordensleute, die die Patres angefragt hätten, ihn nicht aufnehmen könnten, suchten die Patres nach einem Haus, wo er wohnen könne. Ausdrücklich unterstreicht der Sprecher der Schönstatt-Patres in Chile, das Anliegen des Instituts sei es, mit der Justiz zusammenzuarbeiten und sich mit den Opfern zu solidarisieren.

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