Papstbesuch im Heiligen Land nimmt Konturen an

Franziskus beginnt Pilgerfahrt am 24. Mai in Jordanien und reist dann weiter nach Bethlehem
Foto: KNA | Papst Benedikt besuchte im Mai 2009 die Taufstätte Jesu am Jordan. Hier wird auch sein Nachfolger die Reise zu den Heiligen Stätten beginnen.
Foto: KNA | Papst Benedikt besuchte im Mai 2009 die Taufstätte Jesu am Jordan. Hier wird auch sein Nachfolger die Reise zu den Heiligen Stätten beginnen.

Jerusalem (om) Der Besuch von Papst Franziskus im Nahen Osten im kommenden Jahr nimmt Konturen an. Wie diese Zeitung aus Kreisen des Lateinischen Patriarchats erfuhr, wird der Heilige Vater seine Reise in Jordanien beginnen. Dort wird er für den 24. Mai gegen Mittag in der Hauptstadt Amman erwartet und mit König Abdullah II. zusammentreffen. Wichtigster öffentlicher Programmpunkt in Amman wird eine große Messfeier im Stadion der Hauptstadt sein.

Anschließend ist ein Besuch an der Taufstelle des Herrn am jordanischen Ufer des Jordan vorgesehen. Hier werde der Papst mit syrischen und irakischen Flüchtlingen zu Abend essen. Der von Erzbischof Maroun Laham, dem Lateinischen Vikar für Jordanien, in Umlauf gebrachte Vorschlag, der Papst solle das Flüchtlingslager Zaatari im Norden des Landes besuchen, wird damit nicht realisiert. Die Nacht werde das Kirchenoberhaupt in der Apostolischen Nuntiatur in Amman verbringen.

Per Hubschrauber soll der Heilige Vater am Morgen des 25. Mai nach Bethlehem in den Palästinensischen Autonomiegebieten fliegen. Dort ist eine Begegnung mit dem Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas vorgesehen. Vor der Geburtskirche werde der Papst eine Heilige Messe feiern. Im Laufe des Tages soll er sich dann nach Jerusalem begeben, wo auf dem Ölberg eine Begegnung mit dem Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel, Bartholomäus I., geplant ist. Damit wollen beide Kirchenführer an die historische Begegnung ihrer Vorgänger Paul VI. und Athenagoras an gleicher Stelle vor fünfzig Jahren erinnern. Am 26. Mai soll eine Messfeier in Jerusalem stattfinden. Außerdem ist ein Besuch der Grabeskirche und der Klagemauer vorgesehen. Gegen Abend wird der Heilige Vater vom Tel Aviver Flughafen Ben Gurion den Rückflug nach Rom antreten. Angesichts des frühen Planungsstadiums sind Änderungen allerdings noch möglich, hieß es aus dem Patriarchat. Anders als seine Vorgänger Johannes Paul II. im Jahr 2000 und Benedikt XVI. 2009 wird Papst Franziskus damit voraussichtlich nicht nach Galiläa im Norden Israels reisen, um die Heiligtümer von Nazareth und am See Genesareth zu besuchen. Offiziell soll die Nahost-Reise von Papst Franziskus selbst beim Angelus-Gebet am 5. Januar bekannt gegeben werden, so die Quelle weiter.

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