Papst und Gouverneur feiern Abschaffung der Todesstrafe

Rom (DT/KNA) Mit einem Besuch in Rom und im Vatikan hat der nordamerikanische Gouverneur Bill Richardson die Abschaffung der Todesstrafe in seinem Bundesstaat New Mexico gefeiert. Am Mittwochvormittag nahm Richardson an der Generalaudienz von Papst Benedikt XVI. teil. Für den Abend stand die feierliche Illuminierung des römischen Kolosseums auf dem Programm. Das antike Wahrzeichen erstrahlt jedes Mal, wenn ein Staat der Weltgemeinschaft auf weitere Hinrichtungen verzichtet. Begleitet wird der nordamerikanische Politiker vom Erzbischof der Bundesstaats-Hauptstadt Santa Fe, Michael J. Sheehan. Am 18. März hatte Richardson nach einem entsprechenden Parlamentsbeschluss das Gesetz zur Abschaffung der Todesstrafe unterzeichnet, obwohl er zuvor Bedenken gegen einen solchen Schritt geäußert hatte. New Mexico ist damit der 15. Bundesstaat in den Vereinigten Staaten, der auf Hinrichtungen verzichtet. Zur Zeit der Gesetzesänderung saßen in New Mexico zwei Verurteilte in Todeszellen. Sant'Egidio, eine international tätige katholische Laienorganisation für religiösen Dialog, Friedensarbeit und soziale Gerechtigkeit, hatte die feierlichen Erleuchtungen des Kolosseums als Signal gegen die Todesstrafe 2002 initiiert.

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