Papst: Orden sollten nicht alles verkaufen

Vatikanstadt (DT/KNA) Katholische Orden sollten sich nach den Worten von Papst Franziskus nicht vorschnell von Besitz oder wirtschaftlichen und sozialen Unternehmungen trennen. Treue zu ihrem geistlichen Auftrag bedeute nicht automatisch, alles zu verkaufen oder stillzulegen, heißt es in einer päpstlichen Botschaft an Ordensleute, die der Vatikan am Samstag veröffentlichte. Nötig sei eine sorgfältige Einzelfallprüfung, die „den Blick fest auf Christus richtet, mit offenen Ohren für seine Worte und die Stimme der Armen“, so der Papst. Ausschlaggebend dafür, ob sich ein Orden aus Projekten zurückziehe oder nicht, dürfe allein sein geistlicher Auftrag sein, nicht die Rendite. In manchen Fällen könne dies dazu führen, dass Orden sich auch aus verlustreichen Projekten nicht zurückzögen, weil sie den schwächsten Gliedern der Gesellschaft zugute kämen, erklärte Franziskus. Als Beispiele nannte er das Engagement für Kranke, Behinderte, Neugeborene, Alte und Arme. Er wisse, dass die Aufrechterhaltung solcher Angebote aufgrund des fortgeschrittenen Alters vieler Ordensleute und des bisweilen komplexen Managements schwierig sei. Mit Gottes Hilfe ließen sich dafür jedoch Lösungen finden.

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