Päpstlicher Kreuzweg mit Vergebungsbitte

Vatikanstadt (DT/KNA) Beim Kreuzweg des Papstes am Karfreitag wird es auch ein Gebet für sexuell missbrauchte Kinder und Jugendliche geben sowie die Bitte um Vergebung. Die Vatikanzeitung „Osservatore Romano“ veröffentlichte am Samstag den italienischen Text der Meditationen, die der emeritierte Bischof von Novara, Renato Corti, verfasst hat. An der zehnten Station des Kreuzweges erinnert der Text zunächst an das Leid von Opfern des Menschenhandels und der Sklavenarbeit, Kindersoldaten „und die Heranwachsenden, die ihrer selbst beraubt wurden, in ihrer Intimität verletzt und barbarisch entweiht“. Dann heißt es weiter, an Gott gewandt: „Mögest Du uns dazu bringen, demütig diejenigen um Vergebung zu bitten, die diese Beleidigungen erleiden, und zu beten, damit das Gewissen jener geweckt wird, die den Himmel der Menschen verdunkelt haben.“ Der Papst begeht den traditionellen Kreuzweg am Karfreitag ab 21.15 Uhr am Kolosseum in Rom. Corti hat für seine Meditationen eine unübliche Form gewählt. Nach Verlesung der entsprechenden Evangeliums-Passage zu Beginn der zwölf Stationen folgen jeweils „Gefühle und Gedanken Jesu“, Reflexionen aus der Sicht des Gottessohns auf dem Weg zur Hinrichtung. Der Autor versucht, sich jeweils in die Gedanken und das Leiden Jesu hineinzuversetzen. Darauf folgen jeweils eine Textpassage unter dem Titel „Unsere Resonanz“ und ein Gebet.

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