Pädagoge: Bekennende Christen gelten als uncool

Eichstätt (DT/KNA) Junge Christen haben bei ihren Altersgenossen keinen leichten Stand. „Es gilt als uncool, sich als christlich engagiert und gläubig zu bekennen“, sagte der Eichstätter Religionspädagoge Ulrich Kropac am Dienstag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Zwar bezeichneten sich mehr als die Hälfte der Jugendlichen in Deutschland als religiös. Gleichzeitig habe Kirchlichkeit jedoch ein denkbar schlechtes Image bei Menschen unter 27 Jahren. Nur etwa fünf Prozent der 16- bis 29-Jährigen könnten als kirchlich aktiv angesehen werden. Das heißt, sie besuchen mindestens einmal im Monat ein kirchliches Angebot. Der Professor wandte sich zugleich gegen Pessimismus angesichts dieser Zahlen. Immerhin gäben nur etwa 10 bis 12 Prozent junger Menschen an, dass sie an nichts glaubten. Die Inhalte jugendlicher Religiosität seien jedoch stark individualisiert. Es gebe eine Sehnsucht nach Transzendenz, doch die Vorstellungen entsprächen nur sehr selten dem christlichen Gottesbild.

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