Orthodoxe gegen Stopp der Sozialleistungen

Kiew/Donezk (DT/KNA) In der von prorussischen Separatisten kontrollierten Ostukraine protestiert die orthodoxe Kirche gegen den von Kiew angeordneten Stopp von Rentenzahlungen. Die Bewohner der Region dürften nicht zu Geiseln des Konflikts gemacht werden, schrieb der dem Moskauer Patriarchat unterstehende Metropolit Hilarion von Donezk laut der Nachrichtenagentur Unian (Montagabend) Staatspräsident Petro Poroschenko. Dieser hatte am Freitag einen Beschluss des Nationalen Sicherheitsrates der Ukraine in Kraft gesetzt, der Banken ab Mitte Dezember alle Dienstleistungen wie Überweisungen oder Auszahlungen für das Gebiet der „Anti-Terror-Operation“ verbietet. Ein solcher Schritt treffe die „am wenigsten geschützte Bevölkerungsschicht, nämlich Rentner und Behinderte“, kritisierte Hilarion. Viele von ihnen könnten die von Kiew geplanten neuen bürokratischen Hürden für den Erhalt von Sozialleistungen nicht überwinden. Mit dem Stopp sämtlicher Zahlungen an die von Rebellen ausgerufenen „Volksrepubliken“ Donezk und Lugansk will Kiew nach eigenen Angaben die neuen Machthaber der Region schwächen.

Themen & Autoren

Kirche