Organisation will Namen getaufter Holocaust-Waisen

Jerusalem (DT/KNA) Eine israelische Vereinigung, die gegen christliche Mission und Missionare vorgeht, fordert Papst Benedikt XVI. auf, die Namen getaufter Holocaust-Waisen freizugeben. Während des Holocaust hätten jüdische Familien „tausende“ Kinder in die Obhut christlicher Familien gegeben, um deren Leben zu retten, sagte Rabbi Schalom Dov Lifshitz, Vorsitzender der Vereinigung Jad Leachim, am Montag in Jerusalem. In vielen Fällen seien diese Kinder getauft worden. Die Adoptiveltern hätten ihnen jedoch Informationen über ihre jüdische Identität vorenthalten. Nach dem Krieg habe Papst Pius XII. „verboten“, Namen und Adressen dieser Kinder an jüdische Organisationen weiterzugeben, so der Rabbiner in seiner Erklärung. Dies belegten „neue Erkenntnisse der Historiker“. Auf diese Weise habe sich die katholische Kirche am Vorhaben der Nationalsozialisten beteiligt, „das jüdische Volk zu dezimieren“.

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