Warschau

Wird Polen das neue Irland?

Das Thema Missbrauch setzt die Kirche jenseits der Oder unter Druck.

Papst Johannes Paul II. Postkarte
Wird die katholische Kultur in der Heimat von Johannes Paul II. bald ebenso brach liegen wie in Irland oder wird die Kirche Polens sogar gestärkt aus der Krise hervorgehen? Darum geht es im aktuellen Thema der Woche der "Tagespost". Foto: Grzegorz Momot (PAP)

Seit fast 20 Jahren wird die Kirche weltweit mit sexuellen Missbrauchsvorwürfen gegen Priester konfrontiert – nun ist besonders die Kirche in Polen im medialen Visier. Gab es auch hier eine systematische Vertuschung? Wird die katholische Kultur in der Heimat von Johannes Paul II. bald ebenso brach liegen wie in Irland oder wird die Kirche Polens sogar gestärkt aus der Krise hervorgehen?

Im europäischen Vergleich steht die polnische Kirche gut da

Um diese Fragen geht es im aktuellen „Thema der Woche“ in der „Tagespost“, das sich um die Kirche jenseits der Oder dreht, die neben Johannes Paul II. viele andere große katholische Persönlichkeiten und Heilige vorweisen kann. Und nicht nur das: mit über 600 Schulen sowie sechs Universitäten und Hochschulen fungiert die Kirche weiterhin als wichtige nationale Bildungsträgerin des Landes.

Auch was die Zahl der Gottesdienstbesucher und Neuberufungen angeht, steht Polen weiterhin recht gut da. Im europäischen Vergleich sogar ganz ausgezeichnet. Doch wie die Spurensuche der „Tagespost“ ergab, gibt es dennoch Gründe zur Besorgnis. Die Zahl der bisher bekannten Missbrauchs-Fälle scheint tatsächlich nur die „Spitze des Eisbergs“ zu sein. Dennoch verliert ein polnischer Kirchenkenner nicht seinen Optimismus: „Der aktuelle Prozess ist schmerzvoll, aber beinhaltet eine heilsame Reinigung, welche die Kirche stärken wird.“   

Gehen Sie auf „Spurensuche“ rund um die katholische Kirche in Polen – in der aktuellen Ausgabe der „Tagespost“ vom 27. Juni 2019. Kostenlos erhalten Sie diese aktuelle Ausgabe der Zeitung hier.

DT