Weltweite Evangelische Allianz als zu romfreundlich kritisiert

Die Italienische, Spanische und Maltesische Evangelische Allianz werfen dem evangelikalen Dachverband eine zu ausgeprägte ökumenische Haltung vor.

Thomas Schirrmacher, Vorsitzender der Theologischen Kommission der WEA, wird von Papst Franziskus im aserbaidschanischen Baku empfangen. Foto: ADF

Innerhalb der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA) ist es zu Streitigkeiten gekommen. Wie die evangelische Nachrichtenagentur "idea" berichtet, werfen die Italienische, Spanische und Maltesische Evangelische Allianz dem evangelikalen Dachverband vor, zu unkritisch gegenüber der römisch-katholischen Kirche aufzutreten und eine zu starke ökumenische Haltung einzunehmen. Die drei Allianzen drohen sogar mit der "Zerstörung der Vereinigung", falls sich die WEA in Zukunft für eine größere Einheit einsetzen sollte. In einem offenen Brief stellen die Allianzen erhebliche Änderungen in der theologischen DNA der WEA fest.

Der Dachverband, so der Vorwurf, gehöre der ökumenischen Mainstream-Bewegung an und ähnele in seiner Haltung der des Weltkirchenrates. Die Italienische, Spanische und Maltesische Evangelische Allianz riefen in ihrem Schreiben auch ins Gedächtnis, dass die WEA ursprünglich als Bollwerk gegen protestantischen theologischen Liberalismusk, römischen Katholizismus und die östliche Orthodoxie gegründet worden sei.

mlu/idea