Trump-Kim-Gipfel: Bischof sieht neue Hoffnung auf Frieden

Der südkoreanische katholische Bischof Lazarus You Heung-sik sieht das Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un als weiteren Schritt in Richtung Frieden. Er habe während des Gipfels gebetet und die Politiker gesegnet.

Gipfeltreffen in Singapur
12.06.2018, Singapur: U.S. Präsident Donald Trump (r) und der Machthaber von Nordkorea Kim Jong Un (l) geben sich die Hand. Foto: Kevin Lim/The Straits Times/BERNAMA/Kevin Lim/THE STRAITS TI/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ | Foto: Kevin Lim/The Straits Times (BERNAMA/Kevin Lim/THE STRAITS TI)

Das Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un ist für den südkoreanischen katholischen Bischof Lazarus You Heung-sik ein weiterer Schritt in Richtung Frieden. Er habe während des Gipfels am Dienstag in Singapur gebetet und die beiden Politiker gesegnet und sich gleichzeitig an die traurigen Jahre des Kriegs in Korea erinnert, berichtete You dem Pressedienst "Fides": "Ich dachte an die Millionen Menschen, die das Drama erleben, dass ihre Familien durch die Grenze geteilt sind. Heute gibt es neue Hoffnung."

Die von dem Gipfel ausgehenden Zeichen seien "sehr ermutigend", so der Bischof von Daejeon, der ausdrücklich auch das Engagement des vor einem Jahr angetretenen südkoreanischen Präsidenten Moon Jae-in für Frieden und Entspannung auf der koreanischen Halbinsel würdigte.

"Nach den Absichtserklärungen und mündlichen Zusagen warten wir nun auf die Umsetzung", sagte You. Es gelte, einen Weg der Vergebung und Versöhnung einzuschlagen. "Vergebung ist der richtige Weg. Das ist unsere Hoffnung und unser Wunsch für die Zukunft Koreas", betonte der Bischof. Von 17. bis 25. Juni lädt die katholische Kirche in Korea zu einer neuerlichen Gebetsnovene für Frieden, Versöhnung und Einheit auf der koreanischen Halbinsel.

DT/KAP