Papst ernennt früheren Benedikt-Sekretär zum Nuntius

Der maltesische Priester Alfred Xuereb wird neuer Botschafter für Südkorea und die Mongolei. Gleichzeitig erhebt Franziskus Xuereb in den Stand eines Erzbischofs.

Papst Franziskus und Alfred Xuereb
Wird neuer Botschafter für Südkorea und die Mongolei: der ehemalige Benedikt-Sekretär Alfred Xuereb, hier im Gespräch mit Papst Franziskus. Foto: Romano Siciliani (KNA)

Papst Franziskus hat den früheren Privatsekretär Benedikts XVI., den maltesischen Priester Alfred Xuereb, zu seinem neuen Botschafter für Südkorea und die Mongolei ernannt. Das gab der Vatikan am Montag bekannt. Gleichzeitig erhob der Papst Xuereb in den Stand eines Erzbischofs. Der 59-Jährige war zuletzt als Sekretär des neu geschaffenen vatikanischen Wirtschaftssekretariats tätig. Alfred Xuereb, im Oktober 1958 auf der maltesischen Insel Gozo geboren, empfing 1984 die Priesterweihe. Nach Studien in Rom war er vorübergehend in Malta tätig, bevor er 1991 zunächst an der Lateran-Universität und ab 1995 im Staatssekretariat arbeitete. Ab 2000 war er Mitarbeiter im Päpstlichen Haushalt. 2007 ernannte ihn Benedikt XVI. neben Georg Gänswein zu seinem zweiten Privatsekretär.

In den ersten Monaten von Papst Franziskus war Xuereb auch als dessen Privatsekretär tätig. Ab November 2013 war er als Delegierter des Papstes in Kommissionen zur Reform der sogenannten Vatikanbank IOR sowie des Wirtschaftsrates tätig. Im März 2014 ernannte Franziskus ihn zum Sekretär im Wirtschaftssekretariat. Die Bischofsweihe Xuerebs wird in den kommenden Wochen stattfinden. Mit Südkorea, wo rund ein Drittel der Einwohner Christen sind, hat der Heilige Stuhl seit 1967 diplomatische Beziehungen. Mit der Mongolei bestehen diplomatische Beziehungen seit 1992; seither hat der Vertreter des Papstes in Seoul diese Aufgabe auch in Ulan-Bator wahrgenommen.

DT/KAP

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