Oster: „Junge Menschen ein Fest des Glaubens erleben lassen“

Junge Menschen halten einen jung, meint der Passauer Bischof Stefan Oster zu Beginn des Weltjugendtags in Panama. Wenn man sich auf echte Begegnungen einlasse, komme man immer verändert heraus.

Weltjugendtag in Panama
Oster zeigte sich darüber hinaus beeindruckt davon, wie überaus dankbar die Einheimischen seien, dass der Weltjugendtag in Panama stattfindet Foto: Arnulfo Franco (AP)

Der Passauer Bischof Stefan Oster erwartet sich vom Weltjugendtag in Panama gute Begegnungen und Stärkung im Glauben. „Junge Menschen halten einen jung“, so der Jugendbischof im Gespräch mit dem katholischen Fernsehsender EWTN. Wenn man sich auf echte Begegnungen einlasse, komme man immer verändert heraus.

Zeigen, dass Christus das Leben und die Freude ist

Beim Weltjugendtag gehe es zunächst einmal darum, junge Menschen ein Fest des Glaubens erleben zu lassen, bei dem der Herr im Mittelpunkt steht, so Oster weiter. Dass dies möglich sei, hätten die letzten Weltjugendtage gezeigt. Das sei auch der Wunsch von Papst Franziskus. „Er will zeigen, dass Christus das Leben und die Freude ist. Er will junge Menschen dazu einladen, mit ihm zusammen den Herrn zu feiern.“ Gleichzeitig dürfe aber auch der Papst selbst im Mittelpunkt stehen, „weil er halt der Papst ist“, so Oster, auch wenn er selbst wahrscheinlich nicht im Mittelpunkt stehen wolle.

Auf die Frage, ob sich die Kirche momentan zu wenig bemühe, Menschen für den Glauben zu begeistern, entgegnete Oster: „Die Frage ist, was muss man alles tun. Das erste ist zunächst einmal glauben.“ Es helfe nicht, in Aktionismus zu verfallen. Viel wichtiger sei das persönliche Ringen um Heiligkeit, die Dimension des Opfers sowie der Aspekt des persönlichen und aufrichtigen Gebetes. Gefordert sei zudem „die Bereitschaft, mit jungen Menschen zu gehen, sie zu begleiten, an ihrer Seite zu stehen und sie auch auszuhalten in ihrer Verschiedenheit und manchmal Querköpfigkeit“, so der 53-Jährige.

Wunderbare Geschichten von überschwänglicher Gastfreundschaft

Oster zeigte sich darüber hinaus beeindruckt davon, wie überaus dankbar die Einheimischen seien, dass der Weltjugendtag in Panama stattfindet. „Sie fühlen sich als kleines Land und haben jetzt ein Weltereignis hier und fühlen sich dadurch ungeheuer wertgeschätzt“, so der Bischof. Von den jungen Menschen wiederum höre man „wunderbare Geschichten von Gastfreundschaft, die überschwänglich ist“. Teilnehmer seien in der Nacht empfangen worden, „mit großen Festen, mit Feuerwerk, mit Tänzen und Gesängen“.

Angesprochen auf das marianische Motto des Weltjugendtags („Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast“ – Lk 1,38) erklärte Oster, das dieses ins Innere des Treffens hinein gehöre. Papst Franziskus selbst habe schon seit längerem die marianischen Motti betont. Und auch die Jugendsynode im vergangenen Jahr habe sich intensiv mit diesen Fragen beschäftigt. „Wie geht heute Begleitung mit und für junge Menschen? Wie finden junge Menschen ihre Berufung?“ Da passe das Motto wunderbar hinein.

DT/mlu

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