„Mit Gottes Hilfe der Kirche dienen“

Alfons Kloss, neuer Vorsitzender der Stiftung Pro Oriente, im Exklusivinterview mit der „Tagespost“ zu seinen Erwartungen an das Amt und die Rolle von Pro Oriente in der diplomatischen Welt.

Kloss, Marte
Alfons M. Kloss, neuer Vorsitzender der Stiftung "Pro Oriente" Foto: Franz Josef Rupprecht (kathbild.at)

Nach Jahrzehnten im diplomatischen Dienst Österreichs hat Alfons Kloss den Vorsitz der Stiftung „Pro Oriente“ übernommen. Er habe sich sehr darüber gefreut, als er von Kardinal Christoph Schönborn gefragt worden sei, die Leitung der Stiftung zu übernehmen, erklärt Kloss im exklusiven Gespräch mit der „Tagespost“. „Ich habe 40 Jahre lang als Diplomat dem Staat gedient und sehe es als eine wunderbare Aufgabe, jetzt mit Gottes Hilfe in den nächsten Jahren der Kirche zu dienen“, so Kloss wörtlich. Er habe über Jahrzehnte von der Kirche viel bekommen und hoffe, nun ein wenig geben zu können, meint der studierte Jurist, der noch bis Mitte des Jahres die Republik Österreich beim Heiligen Stuhl vertreten wird. Die Aufgabe des Diplomaten sei es, zusammenzuführen. „Pro Oriente steht für diese Grundausrichtung“, so Kloss.

In vielen Weltregionen spiele Religion eine größere Rolle als in Deutschland oder Österreich. Darum müsse sich Außenpolitik intensiv mit religiösen Entwicklungen beschäftigen. Pro Oriente habe seit Jahrzehnten auch eine informelle diplomatische Rolle gespielt und sei stets „eine Art Denkwerkstatt“ gewesen. „Ich sehe für Pro Oriente in Zukunft neben dem wissenschaftlich-theologischen Dialog auch den Schwerpunkt, gemeinsam als Christen in der konkreten Welt von heute mit allen ihren Herausforderungen die Ökumene zu leben, unter dem Leitstern der frohen Botschaft Christi“, erklärt Kloss gegenüber der „Tagespost“.

Auf die Frage, was ihn an den Kirchen des Ostens am meisten fasziniere, meint der neue Vorsitzende von Pro Oriente, dass er bei orthodoxen Feierlichkeiten eine „große Tiefe und Nähe“ fühle. „Wir feiern dieselben Geheimnisse des Glaubens, wenn auch in einem anderen Ritus und mit anderen Gesängen.“ Das sei eine ganz tiefe Erfahrung, so Kloss.

Das ausführliche Interview lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der „Tagespost“ vom 12. April.
DT