Paderborn

Kein Neubeginn in Marienmünster

Die französische Priestergemeinschaft St. Martin wird den Wallfahrtsort Marienmünster nun doch nicht seelsorglich betreuen.

Abtei Marienmünster in Ostwestfalen
Seit knapp zwei Jahren galt es als beschlossene Sache, dass die französische Priestergemeinschaft St. Martin den Wallfahrtsort Marienmünster seelsorglich betreuen sollte. Foto: IN

Der Schlag traf die meisten Gläubigen unvorbereitet: Seit knapp zwei Jahren galt es als beschlossene Sache, dass die französische Priestergemeinschaft St. Martin den Wallfahrtsort Marienmünster seelsorglich betreuen sollte. Drei junge Geistliche der berufungsstarken Gemeinschaft wollten im Herbst nach Ostwestfalen kommen, wo die Passionisten mangels Nachwuchs nicht mehr präsent sein konnten.

Gemeinschaft soll geistlich-missionarisches Zentrum erhalten

Mit einer Pressemeldung des Erzbistums Paderborn zerschlugen sich jüngst die Erwartungen. Aus dem geplanten Neubeginn in Marienmünster wird nichts, auch wenn die Pläne für eine Ansiedlung der Gemeinschaft St. Martin, zu der auch mehrere deutschsprachige Kleriker gehören, weiterbestehen. Sie soll ein geistlich-missionarisches Zentrum erhalten.

In Paderborn beginnt ein Schwarzer-Peter-Spiel

Das Debakel wäre an sich schon groß genug. Schon im Bistum Rottenburg-Stuttgart scheiterte vor Jahren ein Versuch der Gemeinschaft, die Abtei Weingarten zu übernehmen. Doch in Paderborn scheint ein Schwarzer-Peter-Spiel zu beginnen. Erzbistum und Kirchenvorstand widersprechen sich öffentlich: Gescheitert ist die Ansiedlung der jungen Gemeinschaft jedenfalls nicht an den vom Erzbistum Paderborn zitierten unterschiedlichen Vorstellungen über die gemeinschaftliche Nutzung der Räumlichkeiten. Der Ärger des stellvertretendes Vorsitzenden des Kirchenvorstands wirkt jedenfalls nachvollziehbar.

Warum es die Gemeinschaft St. Martin nicht nötig hat, mit Ordinariaten und Kirchenvorständen um Niederlassungen zu kämpfen, erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe der „Tagespost“ vom 04. April 2019. Kostenlos erhalten Sie diese Ausgabe hier.