Der Wochenheilige: Konrad von Parzham

Claudia Kock über den Wochenheiligen Bruder Konrad von Parzham, der am 22. Dezember 1818 geboren wurde.

Das Franziskushaus in Altötting, Bruder Konrads Wirkungsstätte
Altötting, Bruder Konrads Wirkungsstätte. Foto: Franziskushaus Altötting.

Bruder Konrad wurde am 22. Dezember 1818 geboren. Er stammte aus einer Bauernfamilie in Parzham bei Griesbach, Diözese Passau.

Aus Johann Birndorfer wird Bruder Konrad

Eigentlich hätte Johann Birndorfer, wie Konrads bürgerlicher Name lautete, den großen Hof übernehmen sollen. Als seine Eltern starben, war er 16 Jahre alt und sehr unsicher, ob er wirklich zum Landwirt berufen sei. Er war sehr fromm und unternahm häufig Wallfahrten zur Maria-Hilf-Kirche im nahegelegenen Passau oder zum heiligen Leonhard in Aigen am Inn.

1841, mit 23 Jahren, schloss er sich dem Dritten Orden der Franziskaner an. In reifem Alter wurde er 1849 Kapuzinerbruder in Altötting, wo er einundvierzig Jahre das Amt des Pförtners versah. Am 4. Oktober 1852, dem Fest des heiligen Franz von Assisi, legte er seine Ordensprofess ab.

Benedikt XVI.: Ein "demütiger Pfortenbruder"

An dem großen Wallfahrtsort hat er Wanderern und Armen viel Gutes getan. „In Gottes Namen“, sagte er immer wieder. Er war ein Spender der Liebe Gottes. Konrad starb am 21. April 1894. Papst Pius XI. sprach Konrad von Parzham am 30. Juni 1930 selig, am 20. Mai 1934 heilig.

Bei seinem Besuch in Bayern im September 2006 würdigte Papst Benedikt XVI. Konrad in seiner Predigt beim Vesper-Gottesdienst in Altötting mit folgenden Worten: „Er hat sich, wie es der Herr im Gleichnis empfiehlt, wirklich auf den letzten Platz gesetzt, als demütiger Pfortenbruder“.

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DT (jobo)