Rom

Benedikt: Es gibt nur einen Papst, und das ist Franziskus

Im Porträt des italienischen „Corriere della sera“ spricht der emeritierte Papst über sein Verhältnis zu Papst Franziskus und die Einheit der Kirche.

Papst Franziskus und Benedikt
Benedikt XVI. und Papst Franziskus treffen sich 2015 bei Kardinalsernennungen im Petersdom in Rom. Der emeritierte Papst sei wie ein Großvater für ihn, meint Papst Franziskus. Foto: KNA

Für den emeritierten Papst Benedikt XVI. gibt es nur einen Papst, „und das ist Franziskus“. So äußerte sich Benedikt laut dem vatikanischen Medienportal „Vatican News“ gegenüber dem „Corriere della sera“. Die italienische Tageszeitung hat mit dem 92-Jährigen für ein Porträt gesprochen. Äußerungen zu seinem Verhältnis zu Papst Franziskus wurden vorab veröffentlicht.

Benedikt: Die Einheit der Kirche ist immer in Gefahr

Benedikt äußerte sich auch zum Richtungsstreit innerhalb der katholischen Kirche. Wer deswegen eine Spaltung befürchte, dem versicherte er: „Die Einheit der Kirche ist immer in Gefahr, seit Jahrhunderten. Sie war es ihre ganze Geschichte hindurch: Kriege, innere Kämpfe, Fliehkräfte, Bedrohung von Schismen.“

Am Ende habe jedoch immer die Einsicht überwogen, dass die Kirche geeint ist und bleiben muss, so Benedikt zuversichtlich. „Ihre Einheit war immer stärker als interne Kämpfe und Kriege.“

Franziskus: Benedikt wie ein Großvater für mich

Erst kürzlich äußerte sich auch Papst Franziskus zu seinem Verhältnis gegenüber dem emeritierten Papst. Dieser sei „wie ein Großvater“ für ihn. „Jedes Mal, wenn ich zu ihm gehe, lasse ich ihn sprechen.“ Benedikt habe „eine große Klarheit und wenn ich ihn sprechen höre, werde ich stark“.

DT/mlu

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