Österreich: Konkordat in Frage gestellt

Wien (sb) Der Gründer und frühere Vorsitzende der „Laieninitiative“, Herbert Kohlmaier, nennt die katholische Kirche ein „strikt autoritäres System“. In einem Brief an den österreichischen Bundespräsidenten Heinz Fischer schreibt der ehemalige ÖVP-Politiker, die Kirche verfüge über ein eigenes Rechtssystem, das „in einem ganz erheblichen Widerspruch zu heute in der zivilisierten Welt allgemein anerkannten und unverzichtbaren Grundsätzen“ stehe. Kohlmaier appelliert an den Bundespräsidenten, „die Beziehungen zwischen der Republik und der Kirche, die in früheren Konkordaten geregelt sind und auch das Recht auf Einhebung von Beiträgen mit staatlicher Hilfe vorsehen, neu zu überdenken“. Kohlmaier wörtlich: „Ich meine, dass die Organe der Republik die Beachtung elementarer Rechte der Staatsbürger auch in einer vom Staat anerkannten und geförderten Religionsgemeinschaft zu beobachten und nicht nur Lob zu bekunden hätten.“

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