Ökonomisierung der Wissenschaft beklagt

Rom (DT/KNA) Der Präsident des päpstlichen Einheitsrates, Erzbischof Kurt Koch, hat eine wachsende Ökonomisierung der Wissenschaft beklagt. Dabei werde „die gesamte Wissenschaft nur noch unter ökonomischen Nützlichkeitskategorien betrachtet“, sagte er am Wochenende der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Rom. Die Wissenschaft brauche aber Freiraum, um ihre Arbeit überhaupt tun zu können. Derzeit drohe sie aber angesichts ökonomischer Zwänge in einen „gefährlichen Pragmatismus“ abzuwandern. Zugleich bekräftigte der 60-jährige Schweizer die Notwendigkeit von Theologie und Theologischen Fakultäten an staatlichen Universitäten. Sie gehörten in den öffentlichen Raum. Auch der interreligiöse Dialog werde nur gelingen, „wenn man wiederentdeckt, dass Religion und Glaube eine öffentliche Dimension haben“. Glaube, Religion und Kirche seien öffentliche Größen, gehörten in den gesamtgesellschaftlichen Diskurs und deshalb auch an die staatliche Universität. Koch, zuvor Bischof von Basel, trat zum 1. Juli die Nachfolge des deutschen Kardinals Walter Kasper als Präsident des vatikanischen Rates zur Förderung der Einheit der Christen an. Papst Benedikt XVI. erhob den 60-Jährigen bei seiner Ernennung zugleich in den Rang eines Erzbischofs.

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