Ockenfels kritisiert erneut Bundeskanzlerin Merkel

Köln (DT/pd) Professor Wolfgang Ockenfels, Dominikanerpater und Sozialwissenschaftler an der Universität Trier, hat mit scharfen Worten das christliche Profil der CDU in Frage gestellt und der Bundeskanzlerin Dummheiten vorgeworfen. Nur zwei Tage nach den deutlichen Verlusten gerade auch bei den christlichen Wählerstimmen von CDU-Ministerpräsident Althaus in Thüringen, der selbst in der katholischen Hochburg Eichsfeld fast ein Drittel der Stimmen verlor, beklagte Ockenfels am Dienstag im Interview mit dem Kölner „domradio“ besonders den gegenwärtigen Kurs von Kanzlerin Angela Merkel. Die CDU habe unter der Parteivorsitzenden die katholische Soziallehre vernachlässigt. Das CDU-Mitglied Ockenfels wirft Angela Merkel vor, sie habe „eine Menge Dummheiten begangen“, die gerade für katholische Wähler anstößig seien. So habe die CDU, dem Zeitgeist folgend, den Lebensschutz so gut wie aufgegeben. „Uns fehlen heute genau die Millionen Kinder, die wir straffrei abtreiben ließen. Und daran war auch die CDU ganz erheblich beteiligt“, so Ockenfels wörtlich. Angela Merkel habe als „besonders gestrenge Gouvernante“ eine Menge „aufrechter Katholiken“ wie Friedrich Merz und Paul Kirchhof weggebissen. Sie habe ein gespanntes Verhältnis zur katholischen Kirche und man merke ihr, bedingt durch eine langjährige DDR-Erziehung, eine gewisse Millieuschädigung an, so Ockenfels. „Angela Merkel weiß nicht, was katholische Soziallehre bedeutet.“

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