Nuntius kritisiert Konsummentalität

Berlin (DT/KNA) Der neue Apostolische Nuntius in Deutschland, Erzbischof Jean-Claude Perisset, hat einen Werteverfall in Europa beklagt und einen missionarischen Aufbruch gefordert. „Die Kirche ist zu sehr mit inneren Dingen beschäftigt und verliert manchmal ihre Mission aus den Augen“, beklagte der päpstliche Botschafter in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview mit der „Verlagsgruppe Bistumspresse“ in Berlin. Die Entkirchlichung in Mittel- und Osteuropa sei nicht allein Erbe der sozialistischen Säkularisierung. „Der Konsumismus ist gefährlicher als der Kommunismus“, so Perisset. Die von Erzbischof Robert Zollitsch ausgelöste Debatte um den Zölibat kommentierte er mit den Worten, bei diesem „internen Problem“ sehe er derzeit keine Möglichkeit, dass sich etwas ändere.

Themen & Autoren

Kirche

Synode
Synode
Synodalität als Stärkung der Kirche Premium Inhalt
Synodale Prozesse wecken derzeit sowohl Hoffnung als auch Sorgen. Doch was zeichnet den „gemeinsamen Weg“ aus? Zehn biblische Anregungen für synodale Gespräche.
20.09.2021, 19 Uhr
Martin Baranowski
Schwules Paar
Rezension
Eine Wegweisung im LGBTIQ - Dschungel Premium Inhalt
Daniel Mattson legt in seinem autobiografischen Buch "Warum ich mich nicht als schwul bezeichne" tiefe Gedanken über Sexualität, persönliche Freiheit und die Lehre der Kirche vor.
19.09.2021, 17 Uhr
Barbara Stühlmeyer