Neuer Stiftungslehrstuhl soll Dialoge fördern

München (DT/KNA) Der Jesuit Georg Sans (47) ist der erste Inhaber des neuen Eugen-Biser-Stiftungslehrstuhls für Religions- und Subjektphilosophie an der Münchner Hochschule für Philosophie (HfPh). Er wolle, wie der Namensgeber des Lehrstuhls, auf der „Grundlage eines breiten philosophischen Fundaments mit Andersdenkenden und Andersgläubigen in Dialog“ treten, sagte Sans am Montagabend bei einer Feier. Dafür gelte es, die Beziehung zwischen Mensch und Gott zu erforschen. Die HfPh verfüge auf diesem Gebiet über ein solides Fundament. Eugen Biser (1918 bis 2014) war einer der bedeutendsten deutschen Religionsphilosophen und Theologen des 20. Jahrhunderts. Der aus Mannheim stammende Sans wurde bei Volker Gerhardt an der Berliner Humboldt-Universität habilitiert und lehrte seit zehn Jahren als Professor für Geschichte für Philosophie des 19. und 20. Jahrhunderts an der Gregoriana in Rom. „Professor Sans ist ein großer Gewinn für die Hochschule und das Institut für Religionsphilosophie“, sagte HfPh-Präsident Johannes Wallacher. Sans werde das Institut verstärken. Gestiftet wurde der Eugen-Biser-Lehrstuhl von der Straubinger Verlegerfamilie Balle und dem früheren Bertelsmann-Verlagsmanager Ulrich Wechsler mit dessen Gattin. „Die für zehn Jahre gesicherte Finanzierung ermöglicht langfristige Projekte und intensive wissenschaftliche Arbeit“, betonte Wallacher.

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