München verliert, Berlin wächst

München/Berlin (DT/KNA) Die Erzdiözese München und Freising führt auch 2017 wieder die Spitze der 27 katholischen Bistümer mit den meisten Kirchenaustritten an. Das geht aus den jüngst von der Deutschen Bischofskonferenz veröffentlichten Zahlen hervor. Das Bistum des Konferenzvorsitzenden, Kardinal Reinhard Marx, verließen im vergangenen Jahr 17 998 Katholiken. Entgegen dem Trend in vielen deutschen Diözesen ist die Zahl der Katholiken im Erzbistum Berlin erneut gestiegen. Ende 2017 verzeichnete es 412 700 Mitglieder, 450 mehr als im Vorjahr. Durch Taufen, Wiederaufnahmen und Eintritte vor allem von zuvor evangelischen Christen gewann das Erzbistum 525 Mitglieder mehr als in dem Zeitraum starben. Zugleich stieg die Zahl der Kirchenaustritte um 684 auf 6 635. Dass das Erzbistum in dem Zeitraum insgesamt dennoch einen Zuwachs verzeichnet, verdankt es Zuzügen von Katholiken unter anderem aus Polen. Insgesamt stieg die Zahl der Austritte aus der katholischen Kirche in Deutschland wieder. Im Jahr 2017 haben 167 504 Gläubige vor den staatlichen Behörden ihren Austritt erklärt. 2016 waren es 162 093. Damit liegt die Zahl der Katholiken in Deutschland bei 23 311 321.

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Die Rekordaustrittszahlen vom Vorjahr wiederholten sich 2020 nicht. Trotzdem sind die Zahlen kein Grund zur Freude - der Schwund geht recht ungebremst weiter.
24.07.2021, 17  Uhr
Peter Winnemöller
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