Missionswoche in Wien: „Den Namen Jesu bezeugen“

Wien (DT/KAP) Mit einem Vespergottesdienst im Stephansdom hat Kardinal Christoph Schönborn am Pfingstmontag eine große „Missionswoche“ in der Erzdiözese Wien eröffnet. In den nächsten Tagen wird es überall in der Erzdiözese, die die Hauptstadt Wien und Osthälfte des Bundeslandes Niederösterreich umfasst, eine Fülle von Initiativen geben, deren Ziel es ist, dass gläubige Christen und suchende Menschen über „Gott und die Welt“ und über die Grundfragen nach dem Woher, Wohin und Wozu des Lebens ins Gespräch kommen. In seiner Predigt ermunterte der Wiener Erzbischof alle an der Missionsinitiative Beteiligten, mit „Freimut“ das Evangelium zu den Menschen zu tragen. Kardinal Schönborn ortete in Österreich „eine gewisse Scheu“, über Jesus und seine Botschaft zu sprechen. Zum einen gebe es viele sinnliche Zeugnisse des Glaubens, angefangen vom Stephansdom und den vielen anderen Gotteshäusern. Manche sähen daher keine Notwendigkeit, „noch extra von Christus zu sprechen“. Zum anderen glaubten in Österreich die meisten Menschen ohnehin an Gott, zumindest an „etwas Höheres“, und darüber sei man auch bereit zu reden. Den „Namen Jesu zu nennen und zu bezeugen“, falle vielen offenbar schwerer; damit fehle aber „das Spezifische des Evangeliums“. Diese Scheu, über Gott zu sprechen, aber nicht über Jesus, hat für den Kardinal „einen sehr einfachen Grund: Jesus ist jemand ganz konkreter. Er hat ein Gesicht, einen Namen, er hat gelebt und gesprochen und zu Freundschaft mit ihm eingeladen.“ Dies sei „etwas sehr Persönliches“. Die Botschaft Jesu fordere darüber hinaus den Menschen auf, umzudenken und seine Wertvorstellungen zu ändern; denn Jesus habe Kinder, Arme und Sünder in den Mittelpunkt gestellt. Diesen Blickwinkel einzunehmen, „das braucht Österreich“, so Kardinal Schönborn.

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