Mehr Konversionen zum Christentum unter Muslimen

In Zuge der Flüchtlingskrise ist die Zahl der Muslime, die sich christliche taufen lassen, leicht gestiegen. Während für Österreich konkrete Zahlen vorliegen, machen die deutschen Bischöfe keine exakte Angabe.
Muslime treten in das Christentum über
Foto: Lukas Schulze (dpa) | Der Pastor Gottfried Martens segnet in der Evangelisch-Lutherischen Dreieinigkeitskirche in Berlin-Steglitz Meliza vor ihrer Taufe.

Die Zahl der Muslime, die in Deutschland und Österreich zum Christentum konvertieren, ist im Zuge der Flüchtlingsbewegung leicht angestiegen. Gut 550 waren es in Österreich, die im Jahr 2017 zum katholischen Glauben konvertierten. Für Deutschland liegt keine konkrete Zahl vor, da die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) bei Neueintritten die vorherige Religionszugehörigkeit statistisch nicht erfasst. Das teilte ein Sprecher der DBK der „Tagespost“ auf Nachfrage mit. Einzelne Bistümer gaben jedoch Auskunft: So geht das Erzbistum Köln von etwa 40 bis 60 muslimischen Taufbewerbern pro Jahr aus. Das Erzbistum Hamburg schätzt die Taufen von Muslimen in den letzten Jahren auf konstant fünf bis zehn jährlich. Das Bistum Fulda spricht von 20 Taufen von Muslimen im Jahr 2017. Auch die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) erfasst die Zahl der zum Christentum übergetretenen Muslime nicht zentral. Auf Anfrage teilte eine Sprecherin der EKD jedoch mit, dass protestantische Gemeinden immer wieder davon berichteten, „dass auch Asylsuchende ihnen gegenüber den Wunsch äußern, getauft zu werden“.  In Deutschland wie auch in Österreich geht dem Übertritt zum katholischen Glauben in der Regel ein einjähriges Katechumenat voraus. Die Evangelische Kirche setzt auf eine spezielle Taufvorbereitung, die meisten ebenfalls etwa ein Jahr dauert.

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der "Tagespost" vom 25. Januar.

mlu

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