Mehr Drittmittel

Katholische Universität soll vier Millionen Euro selbst einwerben

Eichstätt (DT/KNA) Die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) muss nach den Vorstellungen der kommissarischen Hochschulleitung in erheblichem Umfang Drittmittel anwerben. Professor Gert Melville nannte am Donnerstag im Ingolstädter „Donaukurier“ als Ziel „mindestens einen Sonderforschungsbereich“, der zwischen 1, 5 und 1, 8 Millionen Euro einbrächte. „Letztendlich müssten die Drittmittel jährlich auf insgesamt vier Millionen Euro angehoben werden.“ Drittmittel seien auch als „symbolisches Kapital“ wichtig, um das Image der KU zu verbessern. Melville forderte zudem eine Diskussion über die Frage, welche Funktion eine katholische Hochschule in Deutschland haben soll. „Das hätte man aber vielleicht auch schon damals bei der Gründung überlegen sollen“, sagte der Professor, der seit 1. Juli zusammen mit Rudolf Fisch die Universität übergangsweise leitet. Die KU etwa müsse Kompetenz in weltanschaulichen Fragen haben. „Ein Kollege von mir hat in Münster ein Symposium gehalten mit dem Thema: Die Rückkehr der Religion? Da habe ich mir gedacht: Warum stellt man die Frage in Münster und nicht in Eichstätt?“

Fisch formulierte erstmals Erwartungen an den künftigen Präsidenten der KU: „Er muss katholisch sein, sollte höchstens 55 Jahre sein und muss ein Standing in der Wissenschaft haben.“ Außerdem sei eine „anständige Lebensführung“ erforderlich. Diese Voraussetzungen seien „schon sehr anspruchsvoll, anspruchsvoller als beim Staat.“ Auch eine weibliche Präsidentin könne er sich durchaus vorstellen, sagte Fisch.

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