Mehr Belästigungen

Parlamentsbericht: Häuser von Christen in Istanbul gekennzeichnet

Istanbul (DT/KNA) In mehreren Stadtvierteln von Istanbul sind einem Parlamentsbericht zufolge die Häuser von Christen mit farbigen Plaketten markiert worden. Innenminister Besir Atalay soll sich nun nach einer parlamentarischen Anfrage vor den Abgeordneten dazu äußern, wie türkische Medien am Dienstag melden.

„Von wem sind diese Markierungen angebracht worden?“, zitieren Medienberichte aus der Anfrage der Istanbuler Abgeordneten Sebahat Tuncel.

Das Ministerium soll sich demnach dazu äußern, ob entsprechende polizeiliche Ermittlungen und Maßnahmen eingeleitet worden seien. In den traditionell von Angehörigen der christlichen Minderheiten bewohnten Stadtvierteln Feriköy und Kurtulus wurden demnach manche Häuser in jüngster Zeit mit grünen und roten Schildern gekennzeichnet. Sie sollen offenbar auf armenische und griechische Bewohner hinweisen. Die Etikettierung der Häuser falle mit Klagen christlicher Anwohner über vermehrte Belästigungen zusammen, stellt Tuncel in ihrer Anfrage fest.

Die Kennzeichnung christlicher Häuser weckt in der Türkei die Assoziation mit den Istanbuler Pogromen gegen die christlichen Minderheiten vom September 1955. Damals waren zuvor die Häuser der Christen von Spähern markiert worden.

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