Marx sagt Mittel zu

Kardinal stellt Katholischer Universität mehr Geld in Aussicht

Eichstätt (DT/KNA) Der Münchner Kardinal Reinhard Marx hat der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) eine finanzielle Sonderförderung im Bereich Forschung in Aussicht gestellt. Hier würden sich die bayerischen Bistümer als Träger der Einrichtung im kommenden Jahr engagieren, sicherte Marx am Montag in Eichstätt zu, ohne jedoch einen konkreten Betrag zu nennen. Der Kardinal ist als Vorsitzender der Freisinger Bischofskonferenz Magnus Cancellarius der KU. Die Bestellung des Augsburger Weihbischofs Anton Losinger zum künftigen Stiftungsratsvorsitzenden bedeute nicht, dass er, Marx, sich aus dem Engagement für die KU zurückziehe, betonte der Münchner Erzbischof. Vielmehr wolle er gerade auch in der Deutschen Bischofskonferenz weiter um Unterstützung der einzigen katholischen Universität im deutschen Sprachraum werben. Dass der Stiftungsratsvorsitz künftig hauptamtlich ausgeübt werde, sei Ausdruck der Erkenntnis, dass Träger und Universität noch intensiver zusammenarbeiten müssten. Dafür sei eine „permanente Verbindung“ wichtig. Losinger sei in der internationalen Wissenschaftslandschaft als kompetent bekannt, sagte Marx. Er hoffe, dass der neue Stiftungsratsvorsitzende möglichst bald in die Gespräche der Universitätsgremien über die Hochschulentwicklung einbezogen werde. Das seit Oktober amtierende KU-Interimspräsidium unter Leitung der Eichstätter Professorin Gabriele Gien habe sein volles Vertrauen. Dessen Pläne für die bis zu zweijährige Amtszeit hätten ihn überzeugt, sagte der Kardinal.

Marx unterstrich erneut die Bedeutung der Autonomie der Universität. Es sei „abwegig“ zu meinen, die Kirche wolle in die Hochschule hineinregieren in dem Sinne, dass Forschungsergebnisse vorweggenommen würden.

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