Marx: Angst vor der Zukunft ist kein Zeichen von Stärke

München (DT/KNA) Der Erzbischof von München und Freising, Reinhard Marx, hat die für sein Erzbistum vorgesehene Strukturreform verteidigt. Die Traditionen der einzelnen Pfarreien müssten zwar ernst genommen werden, räumte Marx gegenüber der „Münchner Kirchenzeitung“ ein. Dies dürfe aber nicht dazu führen, dass man sich abschließe. „Angst vor der Zukunft ist kein Zeichen von Stärke“, sagte der Erzbischof. Ein missionarischer Aufbruch passiere nur da, wo die Stärken gebündelt würden. Ob bis 2020 tatsächlich die 750 Pfarreien der Erzdiözese in gut 300 Seelsorge-Einheiten zusammengefasst werden, stehe noch nicht fest, so Marx. Er knüpfe an das an, was schon diskutiert und passiert sei. Die notwendigen Veränderungen hingen nicht nur mit der rückläufigen Zahl der Priester zusammen. Auch die Zahl der Gläubigen sei im Erzbistum in den letzten zwanzig Jahren um fast 400 000 zurückgegangen. Dass die Priester die Gemeinden leiten sollen, gehöre zur sakramentalen Struktur der Kirche. Aufgabe des Priesters sei es, das Volk Gottes immer wieder zu sammeln und die verschiedenen Formen der Mitarbeit auf das Gemeinsame hin zu orientieren, so Marx.

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