Märtyrer des Spanischen Bürgerkriegs

Zum Gedenktag des seligen Lucio Martinez Mancebo und seiner sieben Gefährten am 29. Juli. Von Katrin Krips-Schmidt

Der selige Lucio Martinez Mancebo und seine sieben Gefährten, die am 29. Juli 1936 den Tod fanden, gehören zu der großen Gruppe der 233 Märtyrer des Spanischen Bürgerkriegs, die Papst Johannes Paul II. am 11. März 2001 seliggesprochen hat.

Es sind Priester, Ordensleute und Laien aus verschiedenen Diözesen Spaniens. Ihr Leidensweg begann im Jahr 1936 und setzte sich bis April 1939 fort, als das Land unter der ausgedehntesten Christenverfolgung seit dem Römischen Reich zu leiden hatte. Vielen tausend Märtyrern kostete sie das Leben, darunter dreizehn Bischöfen, mehr als 4 000 Diözesanpriestern und Seminaristen, gut 2 500 Ordensleuten und tausenden von gläubigen Laien, die von Anhängern der kommunistischen Volksfront umgebracht wurden.

Stellvertretend für die zahlreichen Opfer steht heute der am 28. Juli 1902 in Vegas del Condado geborene Dominikanerpater Lucio Martinez Mancebo, der 1925 in Valencia die Priesterweihe empfing. Von 1930 bis 1936 wirkte er als Novizenmeister und Subprior im Dominikanerkloster von Calanda. Am 27. Juli 1936 wurde er festgenommen und zwei Tage später erschossen. Martinez Mancebo wurde 34 Jahre alt. In seiner Homilie fasste der Heilige Vater das Schicksal der spanischen Blutzeugen zusammen und stellte sie den Gläubigen als „Vorbild der Treue“ zu Christus vor: „All diese neuen Seligen und viele weitere unbekannte Märtyrer haben den durch die Verfolgung der Katholiken und den spanischen Bürgerkrieg – jene große Tragödie des zwanzigsten Jahrhunderts – ausgelösten Hass gegen den Glauben und die Kirche mit ihrem Blut bezahlt. In diesen furchtbaren Jahren wurden zahlreiche Priester, Ordensleute und Laien getötet, lediglich weil sie aktive Mitglieder der Kirche waren. Die heute Seliggesprochenen waren nicht in politische oder ideologische Auseinandersetzungen verwickelt; es lag ihnen fern, sich einzumischen.

Viele von euch, die ihr als ihre Angehörigen heute voll Freude an dieser Seligsprechung teilnehmt, wissen, dass sie allein wegen ihrer religiösen Überzeugung gestorben sind. Mit dieser feierlichen Proklamation des Martyriums möchte die Kirche nun diese Männer und Frauen als gottbegnadete Beispiele des Mutes und standhaften Glaubens anerkennen.

Für uns sind sie ein Vorbild der Treue gegenüber der von ihnen bezeugten Wahrheit und gleichzeitig eine Ehre für das spanische Volk und die Kirche.“

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