Leipzig: Kirchbauprojekt geht in nächste Runde

Leipzig (DT/KNA) Das bundesweit beachtete Neubauprojekt der katholischen Leipziger Propsteikirche geht in die nächste Runde. Aus achtzehn Architekten-Entwürfen wählte die Jury acht für den weiteren Wettbewerb aus, wie die Propsteigemeinde vor wenigen Tagen in Leipzig bekanntgab. Daraus sollen am 7. Dezember die drei Preisträger ermittelt werden. Aus ihnen wird der Entwurf ausgewählt, der von 2010 bis 2012 gegenüber dem Neuen Rathaus der Messestadt ausgeführt wird. Die neue Propsteikirche Sankt Trinitatis ist das größte Kircheneubauprojekt in Ostdeutschland seit der Wende. Bislang ist Leipzig die einzige deutsche Metropole ohne repräsentatives katholisches Gotteshaus im Zentrum. Die ausgebombte frühere Propsteikirche durfte auf Anordnung der SED Anfang der achtziger Jahre nur am Rande der Innenstadt wiedererrichtet werden. Wegen des ungeeigneten Baugrundes ist sie jedoch stark baufällig. Für das Projekt wurde im Februar bundesweit in den katholischen Gottesdiensten gesammelt. In der ersten Phase des internationalen Wettbewerbs bewertete die Jury zunächst grundsätzliche Vorschläge für die Gestaltung des Gotteshauses. Kriterien waren unter anderem die äußere Form, die Umsetzung des pastoralen und liturgischen Konzepts sowie die Integration in das städtebauliche Umfeld. In der nächsten Runde sollen die ausgewählten Architekturbüros ihre Konzepte nun ausarbeiten. An der zweiten Sitzung des Preisgerichts nehmen auch Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) und der Bischof des Bistums Dresden-Meißen, Joachim Reinelt, teil. Der Siegerentwurf und die weiteren Wettbewerbsbeiträge sollen vom 13. Dezember bis zum 3. Januar 2010 öffentlich ausgestellt werden.

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