Kolping-Treffen endet mit Apellen zu Engagement

Fulda (DT/KNA) Zum Einsatz für soziale Gerechtigkeit hat der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen aufgerufen. Das sei nötig in einer Zeit, die vor dem sozialen Kollaps zu stehen scheine, sagte der Bischof am Sonntag im Fuldaer Dom. Er äußerte sich in einem Gottesdienst im Rahmen des Engagiertentreffens egat2010, das vom Kolpingwerk Deutschland veranstaltet wurde. Algermissen bemängelte, das an sich richtige und notwendige Ziel menschlicher Selbstverwirklichung werde weithin „egoistisch bis atheistisch“ missverstanden. Bei vielen drehe sich alles um das eigene Ich. Die Zahl derer, die nicht mehr bereit seien, sich für andere in Gesellschaft und Kirche ehrenamtlich einzusetzen, weil dadurch ihr Privatleben beeinträchtigt würde, wachse rapide. Ausdrücklich würdigte Algermissen die Teilnehmer des Kolping-Engagiertentreffens als ein „leuchtendes Beispiel für den Einsatz im Sinne des Evangeliums und damit für eine alternative Botschaft in unsere Gesellschaft hinein“. Die dreitägige Veranstaltung, an der rund 1 500 Menschen teilnahmen, endete am Sonntag. Die Besucher konnten sich an 80 Info-Ständen sowie in 70 Workshops und 10 Foren über die Verbandsarbeit und das ehrenamtliche Engagement informieren. Die Zusammenkunft in Fulda war das zweite Engagiertentreffen nach der Premiere im Jahr 2007 in Köln.

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