Kölner Domwallfahrt beendet

Köln (DT/KNA) Die sechste Kölner Domwallfahrt ist am Sonntag mit einem feierlichen Gottesdienst beendet worden. Kardinal Joachim Meisner erinnerte in seiner Predigt im Kölner Dom an den Weihetag der Kathedrale und unterstrich die Bedeutung des Gotteshauses. „Unser Dom ist ein ständiges Erinnerungszeichen, dass wir für das Ewige geboren sind“, sagte der Erzbischof. Deshalb sei für viele, die sich mit dem Irdischen begnügten, das Gotteshaus ein Ärgernis. Wo Gott nichts mehr gelte, werden nach den Worten des Kardinals keine Kirchen mehr gebaut, bestehende Gotteshäuser nicht erhalten oder von anderen Gebäuden umbaut. „Ein Volk ohne Gotteshäuser wird bald ein Volk ohne Gott“, warnte Meisner. Dann drohe die Gefahr, dass der Mensch „jedem ideologischen Rattenfänger ausgeliefert“ sei. „Wir wollen unseren Dom hegen und pflegen“, rief Meisner den mehreren hundert Gottesdienstteilnehmern zu. Die Domwallfahrt stand unter dem Motto „Ihr seid das Salz der Erde“ und war am Mittwoch eröffnet worden. Genaue Teilnehmerzahlen gibt es noch nicht; im vorigen Jahr kamen laut Erzdiözese gut 52 000 Menschen. Im Zentrum stand der Pilgerweg, der unter dem Dreikönigenschrein in der Kathedrale hindurchführte. Zudem gab es Gottesdienste, Andachten und Meditationen. Erstmals hatte das Erzbistum am Samstag auf dem Roncalliplatz neben dem Dom zu einem Ehrenamtstag eingeladen, um den freiwillig Engagierten in Gemeinden, Verbänden und Gremien zu danken. Bei einer Glockenvigil am Samstagabend läuteten nacheinander die Glocken des Doms sowie aller Innenstadtkirchen. Beim Abschlussgottesdienst am Sonntag gab es einen besonderen Segen für Ehejubilare. Die Wallfahrt fand erstmals 2006 statt. Meisner hatte sie unter dem Eindruck des Weltjugendtags 2005 angestoßen. Zum Begleitprogramm gehörten Filme, Konzerte, Diskussionen und Vorträge. Speziell für Fußballfans gab es eine Führung durch das Stadion des 1. FC Köln unter dem Titel „Tempel des Leidens“.

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