Kirchen in Nigeria durch fanatische Muslime zerstört

München (DT/KNA) Muslimische Jugendliche haben in Nigeria drei Kirchen niedergebrannt. Dabei wurden mehr als dreißig Christen verletzt, wie das internationale katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ am Donnerstag in München mitteilte. Die Informationen stammen vom Leiter der Menschenrechtsorganisation „Katholisches Institut für Entwicklung, Gerechtigkeit, Friede und Caritas“ in Enugu, Obiora Ike. Seiner Schilderung nach griff eine Gruppe Jugendlicher am Ostersonntag in Minna die Teilnehmer einer Osterprozession mit Macheten und Steinen an und legte anschließend Feuer an drei Kirchen. Der Polizei sei es später gelungen, mit christlichen Jugendlichen die Angreifer zu stoppen, so Ike. Vier muslimische Extremisten seien verhaftet worden. Der Prälat befürchtet aber, dass die Angreifer bald wieder auf freien Fuß gesetzt werden könnten. Im Bundesstaat Niger, zu dem Minna gehört, könnte sie das islamische Recht, die Scharia, schützen. Dieses sei vor acht Jahren gegen den Willen der Bevölkerung eingeführt worden. Von Seiten der Regierung des Bundesstaates gebe es eine regelrechte „Agenda der Islamisierung“, berichtete Ike. Die katholische Kirche suche aber weiter das Gespräch mit der Regierung.

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