Kardinal Kasper gratuliert neuer EKD-Ratsvorsitzender

Vatikanstadt (DT/KNA) Kurienkardinal Walter Kasper hat Bischöfin Margot Käßmann zu ihrer Wahl an die Spitze der deutschen Protestanten gratuliert. Als Präsident des Päpstlichen Einheitsrates sowie persönlich wünschte er ihr in einem am Donnerstag im Vatikan bekannt gewordenen Brief Gottes Segen. Weiter äußerte er seine Bereitschaft zu einem herzlichen, offenen und ehrlichen Dialog. Käßmann war am Mittwoch mit großer Mehrheit zur neuen Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gewählt worden. Ihr Vorgänger in diesem Amt, der Berliner Bischof Wolfgang Huber, war aus Altersgründen nicht mehr angetreten. Ihm dankte Kasper in einem weiteren Schreiben für die Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren. In der Ökumene sei vieles erreicht worden, das Anfang des vergangenen Jahrhunderts undenkbar erschienen sei, so Kasper. „Auf diesem Fundament können wir weiter aufbauen und auch die noch anstehenden offenen Fragen in gegenseitigem Respekt und in ehrlichem Ringen um tragfähige Antworten angehen.“ Auch in dem Schreiben an Huber würdigte Kasper die erreichten ökumenischen Fortschritte. Viele Probleme seien angegangen und zum Teil auch gelöst worden. Dennoch blieben Unterschiede und offene Fragen. Kasper hob hervor, dass sich die Ökumene in den vergangenen Jahren stark gewandelt habe. Die politischen Veränderungen infolge des Mauerfalls seien nicht spurlos an der Ökumene vorbeigegangen.

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