Kardinal Burke wendet sich gegen Kardinal Kasper

Washington (DT/KNA) Kurienkardinal Raymond Leo Burke hat seinen emeritierten Amtskollegen Kardinal Walter Kasper in der Debatte um die Kommunionzulassung wiederverheirateter Geschiedener kritisiert. „Ich finde es erstaunlich, dass der Kardinal beansprucht, für den Papst zu sprechen“, sagte der Amerikaner Burke der Tageszeitung „Washington Post“ zufolge (Onlineausgabe Dienstag). „Der Papst hat keine Halsentzündung. Der Papst ist nicht stumm. Er kann für sich selbst sprechen“, zitiert die Zeitung den Präfekten des obersten Kirchengerichts, der Apostolischen Signatur. Burke bezog sich dabei auf einen Vorschlag Kaspers, wiederverheirateten Geschiedenen unter bestimmten Voraussetzungen die Teilnahme an der Kommunion zu gestatten; dies ist nach der geltenden katholischen Lehre nicht möglich. Burke sagte nach Angaben der „Washington Post“ weiter, was immer Franziskus über einen barmherzigen Ansatz denke, auch als Papst könne er nicht die gegenwärtige Lehre ändern, weil er und alle Bischöfe „an die Wahrheit gebunden“ seien. Am Sonntag beginnt die Weltbischofssynode in Rom.

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